Laserkanone schießt Drohnen zuverlässig ab

Juni 24, 2024

Mit einem Hochenergielaser von AIM Defence, der gerade einmal so groß ist wie ein Koffer und 50 Kilogramm wiegt, schießt die australische Armee künftig anfliegende Drohnen ab. Damit sollen Veranstaltungen geschützt und Flugkörper mit Sprengstoff unschädlich gemacht werden. Das Gerät namens „Fractl“ könnte auch bei Veranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland zum Einsatz kommen, die mit konventionellen Drohnenabfanggeräten geschützt wird.

Jeder „Schuss“ kostet wenig

Da Drohnen eine zunehmende Bedrohung darstellen, sind Laser eine attraktive Ergänzung des Arsenals zu ihrer Bekämpfung. Es gibt zwar verschiedene Möglichkeiten, Drohnenangriffe abzuwehren, aber immer wieder kommen einige durch und richten, wie aktuell in der Ukraine, schwere Schäden an, töten und verletzen Menschen. Fliegen ganze Scharen von Drohnen an, sind die heutigen Abwehrsysteme, die Granaten verschießen, oft überfordert. Der australische Laser kann dagegen mehrere Ziele im Sekundenabstand bekämpfen, und das für etwa einen australischen Dollar (60 Euro-Cent) pro Schuss, die Kosten für das Gerät nicht mitgerechnet.
Die Armee hat die Laserwaffe kürzlich mit Erfolg auf dem Panzerübungsplatz des Puckapunyal-Militärgeländes in Zentral-Victoria getestet. Parallel dazu sind herkömmliche Waffen eingesetzt worden. Während letztere viel Munition verbrauchen und die ankommenden Ziele oft erst aus nächster Nähe zerstören, wenn überhaupt, hat der Laser eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Der Laserstrahl hat einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter. Er ist bis zu einer Entfernung von 1.000 Metern in der Lage, eine Drohne zu zerstören. In 1.500 Metern Entfernung kann der Laserstrahl die Steuerelektronik lahmlegen, sodass die Drohne abstürzt.

Pausenloses Feuern im Netzbetrieb

Die Laserwaffe besitzt ein Feuerleitsystem, das auf verschiedene Ziele gerichtet werden kann, etwa auf die Drohne selbst, um sie komplett zu zerstören, oder auf den Sprengstoff an Bord, der dann in der Luft explodiert, in der Regel ohne Schaden anzurichten. Fractl lässt sich zudem mit Batterien betreiben, allerdings nur kurzzeitig. Wird das Gerät aus dem Netz versorgt, kann es pausenlos feuern, heißt es.

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