Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat heute seinen Lagebericht vorgelegt. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:
„Durch Cyberangriffe ist der deutschen Wirtschaft zuletzt ein Rekordschaden von 202 Milliarden Euro entstanden. Der heute vorgestellte Lagebericht des BSI unterstreicht die angespannte Sicherheitslage, Deutschland ist eines der Top-Ziele von Cyberkriminellen. Um so wichtiger ist es, dass Unternehmen Cybersicherheit als Kernaufgabe begreifen. Zwar schulen 79 Prozent der Unternehmen inzwischen Beschäftigte regelmäßig zu IT-Sicherheitsfragen, etwa wie sie Phishing-Mails erkennen. Aber nur 24 Prozent bieten solche Schulungen allen Beschäftigten an, 55 Prozent nur für ausgewählte Positionen – und jedes Fünfte (20 Prozent) verzichtet sogar vollständig darauf. Außerdem verfügen 39 Prozent noch immer über kein Notfallmanagement für den Fall von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage.
Unternehmen müssen ihre Angriffsflächen weiter vermindern, den technischen Schutz hochfahren und sich zugleich auf den Fall einer erfolgreichen Cyberattacke vorbereiten. Aber auch die Politik ist gefordert. Sie muss dafür sorgen, dass das Schutzniveau der öffentlichen Verwaltung dem der Wirtschaft nicht hinterherhinkt und dass die Sicherheitsbehörden personell und technisch gut ausgestattet sind, um ihre Aufgaben auch im Cyberraum erfüllen zu können.“
Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1 Mio. Euro in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 16 bis KW 24 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Schulen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zu IT-Sicherheitsfragen, also etwa zum Erkennen von mit Phishing-Mails oder Social Engineering?“ und „Verfügt Ihr Unternehmen über ein Notfallmanagement, für den Fall des Auftretens von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage?“
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