Im modernen Einzelhandel steigt die Zahl vernetzter Geräte kontinuierlich. Mobile Datenerfassungsgeräte, Sensorik, Self-Service-Lösungen und Kundenendgeräte greifen parallel auf drahtlose Netze zu. Nach Einschätzung von COSYS Ident GmbH geraten klassische WLAN-Infrastrukturen dabei zunehmend an Leistungsgrenzen. Vor allem in stark frequentierten Filialen können überlastete Frequenzbänder zu Verzögerungen bei Datenübertragungen führen und damit logistische Abläufe beeinträchtigen
Engpass Datenübertragung
In vielen Handelsumgebungen teilen sich betriebliche Anwendungen und private Endgeräte die etablierten 2,4- und 5-GHz-Bereiche. Die Folge können steigende Latenzen, unterbrochene Verbindungen oder verzögerte Synchronisationen sein – etwa bei Bestandsprüfungen, Preisaktualisierungen oder beim Wareneingang. Solche Effekte wirken sich unmittelbar auf die Effizienz entlang der Supply Chain aus.
Zusätzliches Spektrum mit Wi-Fi 6E
Mit Wi-Fi 6E steht dem Handel ein erweitertes Frequenzspektrum im 6-GHz-Band zur Verfügung. Dieses soll Interferenzen reduzieren und mehr Kapazität für datenintensive Anwendungen schaffen. Für Softwarelösungen, die auf schnelle Rückmeldungen aus Warenwirtschafts- oder ERP-Systemen angewiesen sind, ergeben sich dadurch stabilere Rahmenbedingungen.
COSYS verweist in diesem Zusammenhang auf seine Anwendungen für Filialmanagement, Inventur und mobile Prozesse. Diese seien darauf ausgelegt, Daten möglichst verzögerungsarm mit Plattformen wie SAP oder Microsoft Dynamics abzugleichen. Ergänzend unterstützen hybride Online-/Offline-Konzepte die Weiterarbeit auch dann, wenn die Funkabdeckung temporär schwankt.
Zusammenspiel mit moderner Hardware
Neben der Netzinfrastruktur spielt die eingesetzte Gerätetechnik eine wesentliche Rolle. COSYS arbeitet unter anderem mit aktuellen mobilen Computern wie dem Zebra TC27 oder dem Honeywell CT32. Technologien wie OFDMA ermöglichen dabei den parallelen Betrieb vieler Geräte innerhalb einer Funkzelle, ohne dass die Stabilität leidet.
Um Investitionshürden zu senken, bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben Miet- und Servicekonzepte inklusive Mobile Device Management an. Dazu zählen Konfiguration, Sicherheitsupdates sowie die laufende Überwachung der Geräteflotten.
Auswirkungen auf betriebliche Kennzahlen
Eine leistungsfähige und zuverlässige Funkinfrastruktur kann verschiedene Kernprozesse im Handel unterstützen. Schnell verfügbare Daten tragen dazu bei, Durchlaufzeiten im Wareneingang zu verkürzen, Bestände präziser zu führen und die Produktivität auf der Fläche zu erhöhen. Gleichzeitig lassen sich Unterbrechungen vermeiden, die durch instabile Verbindungen entstehen.
Infrastruktur als strategischer Faktor
Mit Blick auf zukünftige Store-Konzepte wird deutlich, dass digitale Anwendungen allein nicht ausreichen. Erst das Zusammenspiel aus Netzwerk, Endgeräten und Prozesssoftware schafft die Voraussetzungen für durchgängige Transparenz und automatisierte Abläufe. Wi-Fi 6E gilt dabei als ein möglicher Baustein, um Filialen zu leistungsfähigen Knotenpunkten innerhalb digitaler Lieferketten weiterzuentwickeln.
Damit rückt die Netzwerktechnik stärker in den Fokus strategischer Investitionsentscheidungen – als Grundlage für resiliente und skalierbare Handelsprozesse.

