Im zurückliegenden Jahr hat sich die Bedeutung von Video-Management-Systemen (VMS) weiter deutlich gewandelt. Aus Sicht von Mark Shepperson, Global Marketing and Brand Manager von Cathexis Technologies*, standen dabei vor allem drei Entwicklungen im Vordergrund: der Umgang mit stetig wachsenden Datenmengen, die funktionale Erweiterung von VMS über klassische Videosicherheit hinaus sowie die Etablierung hybrider Betriebsmodelle.
Vom Aufzeichnungssystem zur intelligenten Plattform
Nach Einschätzung von Cathexis Technologies haben sich VMS im vergangenen Jahr endgültig von reinen Videoaufzeichnungs- und Wiedergabesystemen zu intelligenten Softwareplattformen entwickelt. Der zentrale Treiber dieser Entwicklung war die rapide Zunahme von Kameras, Sensoren und Videodaten in komplexen und verteilten Infrastrukturen. Für Betreiber wurde nicht mehr die Datenerfassung zur Herausforderung, sondern die sinnvolle Filterung, Auswertung und Nutzung dieser Informationen.
Moderne VMS müssen heute in der Lage sein, große Datenmengen zu strukturieren, relevante Ereignisse zu identifizieren und Anwender bei schnellen, fundierten Entscheidungen zu unterstützen. Genau hier sieht Cathexis die Kernaufgabe zeitgemäßer Plattformen.
Fokus auf Datenreduktion und Reaktionsfähigkeit
Im vergangenen Jahr wuchs der Bedarf an Lösungen, die Anwender von der manuellen Überwachung zahlreicher Kameras entlasten. Laut Mark Shepperson liegt der Mehrwert moderner VMS darin, Videodaten zu verdichten und in handlungsrelevante Informationen zu überführen. Intelligente Funktionen helfen dabei, irrelevantes Material auszublenden, Ereignisse zu priorisieren und Reaktionszeiten deutlich zu verkürzen – auch über mehrere Standorte hinweg.
Besonders bei großflächigen oder international verteilten Installationen zeigte sich, dass leistungsfähige Multi-Site-Management-Funktionen zu einem entscheidenden Faktor wurden.
Erweiterung über klassische Sicherheit hinaus
Ein weiterer prägender Trend des vergangenen Jahres war die funktionale Öffnung von VMS. Nach Angaben von Cathexis Technologies beschränken sich moderne Systeme nicht mehr ausschließlich auf Video und Zutrittskontrolle. Vielmehr gewinnen Interoperabilität und die Einbindung externer Systeme zunehmend an Bedeutung.
VMS entwickelten sich damit zu zentralen Plattformen, die Video, sicherheitsrelevante Funktionen und KI-gestützte Auswertungen miteinander kombinieren und so zusätzliche operative Erkenntnisse liefern. Diese Entwicklung führte dazu, dass VMS in vielen Projekten nicht mehr nur als Sicherheitswerkzeug, sondern als übergreifendes Management- und Analyseinstrument eingesetzt wurden.
Hybridmodelle als Standardansatz
Im vergangenen Jahr setzte sich zudem die Erkenntnis durch, dass rein lokale oder rein cloudbasierte Ansätze den praktischen Anforderungen vieler Anwender nicht gerecht werden. Cathexis Technologies beobachtete eine klare Tendenz zu hybriden Architekturen.
Dabei bleibt die lokale Speicherung hochauflösender Videodaten zentral, um Zuverlässigkeit, Performance und Datenhoheit sicherzustellen. Ergänzend gewinnen Cloud-Funktionen an Bedeutung, etwa für Fernzugriff, Systemmanagement oder standortübergreifende Überwachung über Web- und Mobile-Schnittstellen. Diese Kombination ermöglichte es Anwendern, Skalierbarkeit und Kontrolle miteinander zu verbinden, ohne sicherheits- oder kostenrelevante Nachteile in Kauf zu nehmen.
KI als integraler Bestandteil moderner VMS
Auch im Bereich Künstliche Intelligenz sieht Cathexis Technologies das vergangene Jahr als wichtigen Entwicklungsschritt. KI-gestützte Analysen wurden zunehmend integraler Bestandteil moderner VMS, mit dem Ziel, Genauigkeit und Effizienz zu steigern. Dabei setzte Cathexis sowohl auf eigene KI-Entwicklungen als auch auf die Integration geeigneter Modelle.
Ein Beispiel hierfür ist die gezielte Vorfilterung von Videomaterial anhand von Objektmerkmalen, etwa Farben, um relevante Sequenzen schneller auffindbar zu machen. Solche Funktionen trugen dazu bei, Ermittlungs- und Analyseprozesse erheblich zu beschleunigen.
Fazit
Aus der Perspektive von Cathexis Technologies war das vergangene Jahr geprägt von einer klaren funktionalen und strategischen Aufwertung von Video-Management-Systemen. VMS etablierten sich als intelligente, offene und hybride Plattformen, die weit über klassische Sicherheitsanwendungen hinausgehen. Die Fähigkeit, große Datenmengen zu strukturieren, KI sinnvoll einzusetzen und verschiedene Systeme zu integrieren, wurde dabei zum entscheidenden Erfolgsfaktor für moderne Video- und Informationsmanagementlösungen.
*Aussagen aus einem Artikel in der Zeitschrift: https://www.securitysa.com/24614

