Schüco positioniert sich als Vorreiter für nachhaltige Bauwirtschaft

Juli 28, 2023

Die Schüco Gruppe hat sich in einem anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfeld positiv entwickelt und das Geschäftsjahr 2022 mit einem über Vorjahr gestiegenen Gesamtumsatz von 2,28 Milliarden EUR (14,3 Prozent über Vorjahr) abgeschlossen.

Die Schüco Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2022 weltweit insgesamt 6.750 Mitarbeitende, die sich wie folgt aufteilen: Außerhalb Deutschlands waren 2.650 Mitarbeitende für Schüco tätig. Auf Deutschland entfielen 4.100 Mitarbeitende, davon arbeiteten 2.100 Mitarbeitende in der Bielefelder Unternehmenszentrale. In der Region Ostwestfalen-Lippe beschäftigte das Unternehmen insgesamt 2.455 Mitarbeitende.

Das wirtschaftliche Eigenkapital ist weiterhin stabil und zeugt auch in dieser herausfordernden Zeit von einer ausgewogenen Kapitalstruktur. Die Investitionssumme lag 2022 mit 89,5 Millionen EUR knapp über Vorjahr. Ein Großteil davon floss auch in diesem Jahr in die 2016 gestarteten umfangreichen Baumaßnahmen zur Standorterweiterung, die 2022 mit der Fertigstellung zweier Neubauten ihren Abschluss fanden. Das 4.500 Quadratmeter große Welcome Forum, entworfen von One Fine Day Architekten (Düsseldorf), bot seit seiner Eröffnung im Mai 2022 bereits am Jahresende 2022 über 7.800 Gästen einen umfassenden Einblick in die Welt von Schüco. Der im Herbst 2022 fertiggestellte Neubau der Unternehmenszentrale Schüco One, entworfen von 3XN Architekten (Kopenhagen), setzt einen repräsentativen Akzent auf dem Schüco Campus. Die äußere Gestaltung und die von offenen Kommunikationsräumen im Sinne moderner mitarbeiterorientierter Arbeitswelt geprägte Innenarchitektur des Gebäudes repräsentieren optimal die Unternehmenskultur und setzen auch beim Thema Nachhaltigkeit Maßstäbe: Das Schüco One wurde als erstes Gebäude weltweit mit allen drei Nachhaltigkeitszertifizierungen ausgezeichnet: DGNB Platin, LEED Platin und BREEAM Excellent. Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, freut sich insbesondere darüber, dass das Schüco One bei der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) neben der Platin-Zertifizierung für Nachhaltigkeit zusätzlich mit der Auszeichnung „Diamant“ für die gestalterische und baukulturelle Qualität des Gebäudes ausgezeichnet wurde.

Zukäufe, Joint Ventures und Neugründungen

1.1 SÄLZER GmbH – Hochsicherheit für die Gebäudehülle

Im Januar 2022 erwarb Schüco die restlichen Anteile an der SÄLZER GmbH in Marburg. SÄLZER Hochsicherheitssysteme ermöglichen individuelle Lösungen: Sie vereinen die Themen Einbruch-, Explosions- und Durchschusshemmung miteinander und bieten darüber hinaus die Möglichkeit, in jeder dieser Sicherheitsfunktionen die Höhe der Schutzklassen individuell zu kombinieren.

1.2 Schüco Interior Systems KG – Innenraum- und Möbelsysteme

Im April 2022 wurde der in Borgholzhausen ansässige Bereich Schüco Alu Competence mit Gründung der Schüco Interior Systems KG eigenständig aufgestellt, um unter dem Schirm der Schüco Gruppe weitere Wachstumsfelder zu erschließen und die Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben. Konkret heißt das, Innovationen für das Wohn- und Arbeitsumfeld, insbesondere für den Innenbereich, zu entwickeln, wie beispielsweise multifunktionale Trennwand-, Regal- und Möbelsysteme.

1.3 Schüco Global Services KG – Wartung und Instandhaltung

Zum 30. Mai 2022 wurde die Schüco Global Services KG, Bielefeld, im Handelsregister eingetragen. Ziel der neu gegründeten Gesellschaft ist es, das Geschäftsfeld After Sales Service mit den Bereichen Wartung und Instandhaltung zu bündeln, international auszubauen und damit unsere Partner bei der zunehmenden Nachfrage zu unterstützen.

Am 3. Juni 2022 erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2022 durch die Schüco Global Services KG der Erwerb des niederländischen Dienstleistungsunternehmens Service Kunststof Kozijnen B.V. mit Hauptsitz in Assen. Der erfahrene Anbieter für Instandhaltungen und Reparaturen von Fenstern und Türen hat sich insbesondere im Wohnungsbau mit seinem schnellen und professionellen Service etabliert. Das gemeinsame Ziel von Schüco und der SKK B.V. ist, ein umfassendes After Sales Service Angebot für Wohn- und Geschäftsbauten flächendeckend für den niederländischen Markt anzubieten.

Im Zuge des Ausbaus des After Sales Bereiches wurde am 1. September 2022 der Geschäftsbetrieb der MM Metall- und Glastechnik mit Hauptsitz in Schriesheim von der Schüco Global Services KG erworben. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Wartung, Reparatur, Montage und Instandsetzung von Lösungen von Schüco sowie weiterer namhafter Marktbegleiter.

1.4 AWB Aluminiumwerk Berlin GmbH – Metallversorgung und CO2-Footprint

Zum 1. Juli 2022 erwarb Schüco einen Anteil von 26 Prozent an der AWB Aluminiumwerk Berlin GmbH, Berlin. Damit soll die enge, langjährige Zusammenarbeit von Schüco und AWB vertieft und die physische Metallversorgung unter Berücksichtigung der Verringerung des CO2-Footprints zu marktgerechten Bedingungen sichergestellt werden.

1.5 RE:CORE GmbH – geschlossener Wertstoffkreislauf

Im Rahmen eines Joint-Ventures unter dem Namen RE:CORE GmbH mit Sitz in Lünen ist die Schüco Polymer Technologies KG aus Weißenfels zusammen mit der REMONDIS Recycling GmbH & Co. KG im August 2022 eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel ist, einen geschlossenen Kunststoff-Recyclingprozess für Fensterprofile im Sinne der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sicherzustellen. Die RE:CORE Gesellschaft bietet den Schüco Partnerbetrieben einen exklusiven Recycling-Service für Profilreste aus dem Fensterbau sowie Altfenster an, um so den Schüco-eigenen PVC-Wertstoffkreislauf zu schließen.

1.6 Kestrel – Sortimentsergänzung für Objekt- und Wohnbau

Am 5. September 2022 hat die britische Tochtergesellschaft Schüco UK die beiden Firmen Kestrel Aluminium Systems Ltd. und Kestrel Powder Coating Ltd. mit Sitz in Birmingham, Großbritannien, erworben. Kestrel ist ein national agierendes Fenstersystemhaus, das Produkte für den Objekt-Wohnbau entwickelt. Die Systeme von Kestrel ergänzen die Schüco Sortimentsbreite. Beide Unternehmen werden gegenseitig sowohl von der jeweiligen Expertise des Partners als auch vom erweiterten Produktangebot profitieren, um gemeinsam weitere Marktanteile in Großbritannien zu gewinnen.

Entwicklung Geschäftsbereich Metallbau

2.1 Entwicklung weltweit

Der Geschäftsbereich Metallbau (Aluminium und Stahl) erzielte weltweit mit 1,820 Milliarden EUR im Vergleich zum Vorjahr (1,585 Milliarden EUR) ein Umsatzplus von 14,8 Prozent – trotz großer Unwägbarkeiten in den jeweiligen Beschaffungsmärkten.

2.2 Vertriebsregionen außerhalb Europas

Außerhalb Europas konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (320 Millionen EUR) um 32,8 Prozent auf 425 Millionen EUR erhöht werden. Dabei entwickelten sich die meisten Märkte durchgängig heterogen. Während China in der ersten Jahreshälfte noch stark von der lokalen Zero-COVID-Politik beeinträchtigt war, konnten insbesondere zum Jahresende deutliche Aufholeffekte wahrgenommen werden. Die indische Tochtergesellschaft Schüco India profitierte ebenso spürbar von den Nachholeffekten der Corona-Pandemie und konnte mit Umsatzsteigerungen die Erwartungen übertreffen. Dies gilt ebenfalls für die Vertriebsregion Südostasien, die ihren positiven Wachstumstrend fortgesetzt hat. Auch die Gesellschaften in Dubai und in der Türkei konnten ihren Geschäftsbereich erfolgreich abschließen.

2.3 Vertriebsregionen in Europa

Das Geschäftsjahr 2022 – weiterhin geprägt von der weltweit angespannten Lieferkettenproblematik, den stark angestiegenen Rohstoffpreisen, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine sowie den massiv gestiegenen Energiekosten und Inflationsraten – stellte die Vertriebsregion Europa vor große Herausforderungen und beeinflusste die Geschäftstätigkeiten maßgeblich in der 2. Jahreshälfte. Dennoch konnten positive Entwicklungen insbesondere in den Märkten Frankreich, Italien, Iberia, Niederlande und Belgien aufgezeigt werden. So konnte die Vertriebsregion Europa des Metallbaubereiches im Vergleich zum Vorjahr (1,185 Milliarden EUR) den Umsatz um 10,5 Prozent auf 1,310 Milliarden EUR steigern.

2.3.1 Vertriebsregion Deutschland

Der Bausektor war auch in 2022 ein stabilisierender Faktor der Wirtschaftsleistung in Deutschland, geriet jedoch zunehmend unter Druck. Während im ersten Halbjahr durch Auftragsüberhänge und Vorzieheffekte eine gute Kundenauslastung verzeichnet werden konnte, mussten ab dem 3. Quartal 2022 deutliche Rückgänge im Auftragseingang vor allem bei Neubauprojekten verzeichnet werden. Auslöser dafür waren der extreme Preisdruck über alle Produkte in der Branche und die zunehmende Verunsicherung aufgrund der geopolitischen Lage. Dennoch lag der Geschäftsbereich Metallbau in seinem Heimatmarkt mit einem Umsatz von 600 Millionen EUR über Vorjahresniveau (558 Millionen EUR).

3. Entwicklung Geschäftsbereich Kunststoff

Der Geschäftsbereich Kunststoff entwickelte sich im Jahr 2022 positiv und verzeichnete mit 420 Millionen EUR ein Umsatzwachstum von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (389 Millionen EUR). Im Kernmarkt Deutschland lag der Umsatz mit 145 Millionen EUR leicht über dem hohen Vorjahresniveau (143 Millionen EUR). Die weiteren europäischen Absatzmärkte entwickelten sich ebenfalls positiv, allen voran Italien, Belgien und die Niederlande.

4. Digitale Roadmap

Die Strategie einer nahezu vollständigen Digitalisierung der Prozesse im Bauwesen – mit der Zielsetzung einer Vernetzung von Entwurf und Planung eines Bauvorhabens bis hin zur Fertigung, Montage, Nutzung, Wartung und Recycling – wurde auch 2022 weiter verfolgt. Hierfür konnten neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt und vermarktet werden. Ein Beispiel dafür ist SchüCal MES (Manufactoring Execution System), mit dem Schüco Metallbaukunden sämtliche Fertigungsprozesse steuern können. Das System geht damit einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung digitale, papierlose Fertigung und bietet verständlich und übersichtlich die zur Bearbeitung benötigten Informationen.

5. Motivation Green

Weit über Klima- und Umweltschutz hinaus betrachtet Schüco Nachhaltigkeit als konkrete Aufgabe. Im Geschäftsbereich Kunststoff lag 2022 der Schwerpunkt auf dem Fokusprojekt „Go Circular“, basierend auf der Idee, dass Gebäudehüllen die Rohstoffdepots der Zukunft sind. So soll mit dem Joint-Venture RE:CORE GmbH ein geschlossener Kunststoff-Wertstoffkreislauf und damit ein weiterer aktiver Beitrag zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft geleistet werden.

Werkstoffübergreifend ist das Erreichen von Klimaneutralität im Gebäudesektor eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. Die Bauwirtschaft hat die Aufgabe, den ambitionierten Vorgaben der Politik zu entsprechen und die CO₂-Emissionen, die beim Bau, Betrieb und Rückbau von Gebäuden entstehen, auf null zu setzen. Der CO2-Wert eines Gebäudes wird zu einem Hauptkriterium bei allen zukünftigen Investments und Ausschreibungen. Deshalb ist Schüco 2022 gestartet, ein modulares und auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ausgerichtetes Angebot aus Produkten und Services zu erarbeiten, um die Dekarbonisierung der Fenster, Türen und Fassaden objektspezifisch steuern zu können.

6. Branchenkampagne gegen Fachkräftemangel

Die Metallbaubranche registriert rund 52.000 offene Stellen. Diese Tatsache hat Folgen. Denn Fenster, Türen, Fassaden, Schiebe- und Sonnenschutzsysteme sind essenzielle Elemente beim Bauen. Deshalb hat Schüco 2021 mit der Agentur YeaHR die umfassend und langfristig angelegte Branchen- und Recruiting-Kampagne Metallbau(t) Zukunft für Metallbaubetriebe entwickelt, um die positiven Aspekte der Branche vorzustellen, potenzielle Fach- und Arbeitskräfte anzusprechen und dem Nachwuchs den Weg in die Metallbaubranche aufzuzeigen.

Das Herz der Kampagne ist die Website www.metallbaut-zukunft.com, auf der Interessenten Wissenswertes über die Branche, die jeweiligen Berufe und Karrierechancen sowie die freien Stellen der teilnehmenden Betriebe finden. Durch gezielte Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen machte das Informations- und Jobportal 2022 auf sich und die Berufschancen innerhalb der Branche aufmerksam. Dazu zählte auch eine im Oktober 2022 ausgestrahlte Reportage des WDR. Aktuell nehmen bereits mehr als 300 Metallbaubetriebe an dieser Kampagne teil.

7. Produktentwicklungen

Auch in 2022 lag im Geschäftsbereich Metallbau ein Schwerpunkt in der Entwicklung gesamthafter Lösungen für die Gebäudehülle. Insbesondere die architektonisch nahtlose Verschmelzung von Lösungen für Fenster, Türen und Fassaden sowie deren einfache, komfortable und sichere Bedienung standen dabei im Fokus. In diesem Sinne wurden u. a. Lösungen für die nahtlose Integration von Schiebetüren und Fenstern in Fassaden sowie Sonnenschutzlösungen in Fenster, Fassaden und Türen entwickelt. Neben der architektonischen Verschmelzung lag ein weiterer Schwerpunkt auf der intelligenten steuerungstechnischen Vernetzung aller Komponenten der Gebäudehülle.

Darüber hinaus wurde Schüco WoodDesign erfolgreich in den Markt eingeführt. Die Lösung kombiniert die hohe Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit eines Aluminium-Fensters mit der natürlichen Optik einer Holzoberfläche: Die Raumseite des Fensters wird mit Echtholzdekorleisten verkleidet, was dem Innenraum eine wohnliche Atmosphäre verleiht. Und eine neue Aufsatzkonstruktion Schüco AOC (Add-On-Construction) kombiniert Aluminium mit einer Holz- oder Stahlunterkonstruktion für eine unverwechselbare Optik. Das cradle to cradle zertifizierte System erreicht dank optimierter Wärme- und Schalldämmwerte Passivhaus-Niveau und vereint so energieeffizientes Bauen mit rationeller Fertigung und Montage. Die Varianten der Schüco AOC.TI (Timber) punkten zudem durch die nachwachsende Ressource Holz in der Unterkonstruktion. Auch im Schiebesystembereich gab es mit einer neuen Faltschiebe-Plattform und einer neuen Panorama Design Schiebeplattform zwei Markteinführungen. Zudem wurde die fassadenintegrierte Lüftungslösung VentoTherm Twist mit Wärmerückgewinnung um eine für Schulen geeignete Nachrüstlösung und um eine automatische Nachtauskühlfunktion erweitert. Im Bereich der Akustik-Lösungen fanden in 2022 Untersuchungen zum Schallschutz bei teilgeöffnetem Fenster in verschiedenen Ausführungen statt.

Bei der Schüco Polymer Technologies KG in Weißenfels stand weiterhin der Ausbau des Produkt- und Serviceportfolios für den Einsatz im Wohnungsbau im Vordergrund mit dem Ziel, in Zukunft noch stärker als leistungsfähiger Anbieter in diesem Bereich wahrgenommen zu werden.

Ein Fokusprodukt in diesem Zusammenhang ist Schüco Symbiotic. Das hybride Designfenstersystem erfüllt individuelle Vorstellungen an anspruchsvolles Design und Farbvielfalt: Außen schützt eine hochwertige, puristische Aluminium-Oberfläche, innen besteht das System aus hochwärmedämmendem Kunststoff. Mit der flächenbündigen Optik von Schüco Symbiotic passen Fenster und Fenstertüren aus dieser Schüco Serie insbesondere zu modernen Wohn- und Architekturkonzepten.

8. Ausblick 2023

Klimawandel und Energiekosten bringen große Herausforderungen, aber auch Chancen für die Immobilienwirtschaft und die Bauindustrie. Die politische Hängepartie durch monatelange Diskussionen allein über den Sinn einer Investition in Wärmepumpen führten zur Verunsicherung insbesondere von privaten Bauherren in Deutschland. Darüber hinaus steht die Branche zusätzlich unter Druck aufgrund von Fachkräftemangel, hohen Materialpreisen und Tarifabschlüssen sowie verschlechterten Finanzierungsbedingungen, was zu deutlichen Rückgängen bei den Bauinvestitionen führt.

Die Sanierungsquote für Gebäude muss massiv gesteigert werden, um einen klimaneutralen und energieeffizienten Gebäudebestand zu erreichen. Die Politik muss jetzt nachhaltige, klare Rahmenbedingungen setzen, da ansonsten die Klimaziele im Gebäudesektor verfehlt werden. Ein gutes Zusammenspiel der Gewerke und der Produkte der Gebäudehülle, Haustechnik und Energieinfrastruktur auf Basis eines individuellen Sanierungsfahrplanes ist dabei unabdingbar, um den CO2-Fußabdruck von Gebäuden drastisch zu senken.
Mit Carbon Control bietet Schüco echte Zirkularität mit einem modularen, umfassenden Angebot, bestehend aus unterschiedlichen Produkten und Services entlang des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, mit dem die Dekarbonisierung der Fenster, Türen und Fassade objektspezifisch steuerbar wird. Dabei ist der Einsatz von Recyclingmaterial ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige.

Schüco – Systemlösungen für Fenster, Türen und Fassaden
Die Schüco Gruppe mit Hauptsitz in Bielefeld entwickelt und vertreibt Systemlösungen für die Gebäudehülle aus den Materialien Aluminium, Stahl und Kunststoff. Das Produktportfolio umfasst Fenster-, Tür-, Fassaden-, Lüftungs-, Sicherheits- und Sonnenschutzsysteme sowie intelligente und vernetzbare Lösungen für den Wohn- und Objektbau. Darüber hinaus bietet Schüco Beratung und digitale Lösungen für alle Phasen eines Bauprojektes – von der initialen Idee über die Planung, Fertigung und Montage bis hin zum After Sales Service mit Wartung und Instandhaltung. Ergänzt wird das Portfolio durch Maschinen zur Fertigung und einen kundennahen Service. Als eines der führenden Unternehmen der Bauindustrie hat sich Schüco dem Ziel verschrieben, Vorreiter für ganzheitliche Nachhaltigkeit zu sein und mit seinen Produkten und Services einen aktiven Beitrag zur Verwirklichung von Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen zu leisten. 1951 gegründet, ist Schüco heute in mehr als 80 Ländern aktiv und hat mit 6.750 Mitarbeitenden in 2022 einen Jahresumsatz von 2,28 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Foto oben: Das neue Gebäude Schüco One (rechts) bildet mit den bestehenden Gebäuden das Bielefelder Headquarter – Fotograf: Stefan Brückner – Nutzungsrecht: Schüco International KG

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