Die digitalBAU 2026 hat ihre Rolle als zentrale Plattform für die digitale Transformation der Bauwirtschaft eindrucksvoll bestätigt. Mit Rekordzahlen bei Ausstellern und Besuchern sowie einem klaren Fokus auf Künstliche Intelligenz wurde die Messe in Köln erneut zum Impulsgeber für die Branche.
Mit einem deutlichen Wachstum bei Ausstellern und Besuchern hat sich die digitalBAU 2026 als bisher erfolgreichste Ausgabe seit ihrem Start im Jahr 2020 positioniert. Auf dem Gelände der Koelnmesse präsentierten rund 300 Unternehmen ihre Lösungen für digitales Planen, Bauen und Betreiben. Insgesamt informierten sich etwa 11.000 Fachbesucherinnen und -besucher über aktuelle Entwicklungen in der Bausoftware und digitalen Prozessgestaltung – ein neuer Höchstwert
Im Zentrum der Veranstaltung standen vier zentrale Themenfelder: Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, digitale Bauprozessoptimierung, Künstliche Intelligenz sowie Digitalisierung im Bestand. Insbesondere KI erwies sich als prägender Innovationstreiber. Zahlreiche Aussteller zeigten, wie datenbasierte Anwendungen, automatisierte Prozesse und intelligente Assistenzsysteme bereits heute konkrete Effizienzgewinne auf der Baustelle ermöglichen.
Branchenvertreter betonten übereinstimmend die zunehmende Relevanz digitaler Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit der Bauwirtschaft. Digitalisierung, KI und Robotik seien längst keine Zukunftsthemen mehr, sondern bereits integraler Bestandteil moderner Bauprozesse (Pakleppa, ZDB). Gleichzeitig rückte die Frage in den Fokus, wie sich diese Entwicklungen strukturiert und skalierbar in der Praxis umsetzen lassen (Díaz, BVBS).
Auch die steigende Internationalität der Messe unterstreicht ihre wachsende Bedeutung. Der Anteil ausländischer Aussteller legte deutlich zu, während Unternehmen wie Bentley Systems die Veranstaltung gezielt als Plattform für Marktentwicklung und Austausch nutzten. Große Softwareanbieter präsentierten darüber hinaus ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus und stellten dabei verstärkt KI-gestützte Anwendungen in den Mittelpunkt.
Neben der Ausstellung bot das umfangreiche Rahmenprogramm zusätzliche Impulse. Auf mehreren Bühnen diskutierten Expertinnen und Experten in rund 90 Vorträgen aktuelle Trends und Herausforderungen der Branche. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei erneut auf den Potenzialen und Grenzen von KI im Bauwesen. Ergänzt wurde das Programm durch Preisverleihungen und innovative Formate wie Start-up-Pitches, die den Austausch zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieanbietern förderten.
Die hohe Zufriedenheit der Besucher spiegelt den Erfolg der Veranstaltung wider: Die überwiegende Mehrheit bewertete die Messe als sehr gut und sieht ihre Bedeutung für die Branche weiter wachsen. Auffällig ist zudem die vergleichsweise junge Altersstruktur des Fachpublikums, was auf eine zunehmende Dynamik und Innovationsbereitschaft innerhalb der Bauwirtschaft hindeutet.
Insgesamt zeigt die digitalBAU 2026 deutlich, dass sich die Branche in einer Phase beschleunigter Transformation befindet. Digitale Lösungen und insbesondere Künstliche Intelligenz entwickeln sich zunehmend zum entscheidenden Faktor für Effizienz, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit – und machen die Messe zu einem zentralen Taktgeber der digitalen Bauwende.

