Elektro- und Digitalindustrie bleibt optimistisch

März 10, 2026

Leiterplatte: Verband ZVEI sieht Branche gut aufgestellt (Foto: pixabay.com, moritz320)

Auftragsvolumen hat laut Branchenverband ZVEI binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent zugenommen

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie sieht sich stabil ins neue Jahr gestartet. Laut Branchenverband ZVEI (https://zvei.org) ist das Auftragsvolumen binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent gestiegen. Aus dem Inland gingen im Januar drei Prozent mehr Orders ein. Auslandskunden erhöhten ihre Bestellungen um 3,5 Prozent.

Euroraum versus Drittländer

“Bei der Auslandsnachfrage gab es allerdings eine große Diskrepanz zwischen den Bestellungen aus dem Euroraum und aus Drittländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums”, so ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann (https://www.zvei.org/presse-medien/newsletter/auf-den-punkt-4-2024-zvei-newsletter/drei-fragen-an-dr-andreas-gontermann). Die Aufträge aus dem Euroraum zogen im Januar um 12,5 Prozent an, während die aus Drittländern leicht um 0,9 Prozent nachließen.

Im gesamten Jahr 2025 waren die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um – zwischenzeitlich leicht revidierte – 5,7 Prozent gestiegen. Dabei nahmen die Bestellungen aus dem Inland kaum zu (plus 0,2 Prozent). Die Auslandsorders waren mit plus 10,2 Prozent umso stärker gestiegen (plus 8,1 Prozent im Euroraum, plus 11,2 Prozent im übrigen Ausland).

Output hinter den Erwartungen

Trotz positiver Nachrichten hat die reale Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland ihren Vorjahreswert im Januar 2026 um 2,9 Prozent verfehlt. Zum Vergleich: 2025 war der aggregierte preisbereinigte Branchen-Output nochmals leicht um 0,3 Prozent gesunken. Für dieses Jahr rechnet der ZVEI wieder mit einem moderaten Produktionsplus von zwei Prozent.

Was den Umsatz anbelangt, so hat die Branche im Januar dieses Jahres nominal 17,6 Mrd. Euro erwirtschaftet – ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Inlandsumsatz stieg um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,4 Mrd. Euro. Auf Auslandskunden entfiel ein Plus von 0,8 Prozent auf 9,2 Mrd. Euro. Hier wurde mit dem Euroraum etwas weniger Umsatz erzielt (minus ein Prozent auf 3,4 Mrd. Euro), während auf Drittländer-Partner ein Plus von 1,7 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro entfiel.

Im vergangenen Jahr hatte der wertmäßige Umsatz der deutschen Elektro- und Digitalindustrie 226,8 Mrd. Euro erreicht – ein Zuwachs von drei Prozent gegenüber 2024

Related Articles

Kommentar: Öl im Fokus, Wasser im Blindspot

Während der Westen auf Ölpreise starrt, übersieht er eine weit gravierendere Realität: die extreme Verwundbarkeit der Trinkwasserversorgung im Golfraum. Über 100 Millionen Menschen im GCC sind auf Entsalzungsanlagen angewiesen – in Ländern wie Kuwait zu rund 90...

Smartphones verkommen zu Keimschleudern

Laut BITKOM-Umfrage reinigt im Regelfall nur jeder sechste Deutsche sein Gerät von Mal zu Mal Die News-Schleuder Smartphone wird laut einer Untersuchung des Digitalverbands BITKOM zur realen Dreckschleuder. Denn nur rund jeder Sechste (17 Prozent) der deutschen...

Konzeptionelle Schwächen in der Drohnen-Studie

UAV DACH bewertet „Drohnen-Studie“ des Umweltbundesamtes kritisch In einer kürzlich vom Umweltbundesamt veröffentlichten Studie werden „Chancen und Risiken der unbemannten Luftfahrt für Mensch und Umwelt“ analysiert. Als Fachverband der UAS-Industrie begrüßt der UAV...

Share This