Exeon stellt AgentGuard zur Erkennung von KI-Bedrohungen vor

Oktober 27, 2026

Die neue Lösung soll genehmigte und nicht genehmigte KI-Nutzung sichtbar machen und ungewöhnliche Aktivitäten von KI-Agenten erkennen.

Ein denkbares Szenario im Unternehmensalltag: Ein KI-Agent fasst interne Dokumente zusammen, ruft Informationen aus einer Geschäftsanwendung ab und nutzt verbundene Tools, um weitere Schritte auszulösen. Solche Abläufe können Mitarbeitende entlasten. Sie werfen jedoch auch Sicherheitsfragen auf: Auf welche Daten hat der Agent zugegriffen? Unter wessen Berechtigungen handelte er? Und wurden Informationen an externe Dienste übertragen?

Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Agenten wächst für Unternehmen die Herausforderung, solche Aktivitäten nachzuvollziehen. Agenten können unter Benutzer- oder Servicekonten arbeiten und dabei die jeweils verfügbaren Berechtigungen nutzen. Das kann sensible Daten, Anwendungen und kritische Systeme Risiken aussetzen – insbesondere, wenn Aktivitäten über verschiedene Modelle, Anwendungen, Tools und externe Dienste verteilt sind.

Exeon Analytics hat Exeon.AgentGuard vorgestellt, eine neue Sicherheitslösung für die Erkennung von Risiken bei KI-Nutzung und agentischen Aktivitäten. Sie soll Einblick in genehmigte und nicht genehmigte KI-Anwendungen, autonome Agenten sowie die Datenflüsse zwischen Modellen, Anwendungen, verbundenen Tools und externen Ressourcen geben. Sicherheitsteams sollen damit potenzielle Datenabflüsse untersuchen und ungewöhnliches Verhalten erkennen können.

Verhalten von KI-Agenten im Blick

Exeon.AgentGuard nutzt nach Angaben des Unternehmens bestehende Datenquellen und kommt ohne zusätzliche Software-Agenten in der IT-Umgebung oder komplexe Implementierungen aus. Die Lösung soll Abweichungen vom erwarteten Verhalten von KI-Agenten erkennen. Zu den adressierten Risiken zählen unbefugte Datenübertragungen, der Missbrauch von Berechtigungen und potenziell schädliche Aktionen auf kritischen Systemen.

„KI-Agenten verändern grundlegend die Arbeitsweise von Unternehmen. Ob autonom oder im Auftrag der Mitarbeitenden: Sie können auf sensible Daten zugreifen und Aktionen mit legitimen Berechtigungen ausführen – oft jenseits der Sichtbarkeit traditioneller Sicherheitsmaßnahmen“, sagt Gregor Erismann, CEO von Exeon Analytics. „Exeon.AgentGuard zeigt, was KI-Agenten tun, und erkennt unerwartetes Verhalten. Unser Ziel ist es, Unternehmen zu ermöglichen, KI-getriebene Innovationen zu nutzen, ohne die Sicherheit zu kompromittieren.“

Erweiterung der Bedrohungserkennung

Mit AgentGuard erweitert Exeon seine Verhaltensanalysen auf KI-Nutzung und autonome Agentenaktivitäten. Exeon.NDR erkennt Netzwerkbedrohungen auf Basis von Netzwerkmetadaten. Exeon.UEBA analysiert das Verhalten von Nutzern, Identitäten und geschäftskritischen Anwendungen. AgentGuard ergänzt das Portfolio um die Überwachung externer KI-Dienste und agentischer Aktivitäten über Modelle, Anwendungen, verbundene Tools und externe Ressourcen hinweg.

Damit reagiert das Unternehmen auf eine Angriffsfläche, die sich zunehmend über Netzwerke, Cloud-Infrastrukturen, menschliche und nicht-menschliche Identitäten, Anwendungen und KI-Agenten erstreckt. Die zusätzlichen Einblicke sollen Sicherheitsteams dabei unterstützen, komplexe Bedrohungen zu identifizieren und zu untersuchen sowie die Kontrolle darüber zu behalten, wie und wo Unternehmensdaten verarbeitet werden.

Exeon Analytics präsentiert AgentGuard und weitere Produktneuheiten auf der it-sa Expo&Congress, die vom 27. bis 29. Oktober 2026 in Nürnberg stattfindet.

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