Die Anforderungen an die Bau- und Zulieferindustrie wachsen – nicht zuletzt durch eine zunehmende Regulierung auf europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund haben sich der Technische Ausschuss des Verbandes der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie e. V. (VHI) sowie Türbeschlaghersteller des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie e. V. (FVSB) am 13. März 2026 zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. Insgesamt 22 Vertreterinnen und Vertreter beider Verbände kamen im Verbandshaus des FVSB in Velbert zusammen – selbstverständlich unter Einhaltung aller Compliance-Vorgaben.
Im Mittelpunkt des Treffens standen zentrale regulatorische Themen, die aktuell beide Branchen gleichermaßen betreffen und künftig maßgeblich prägen werden. Dazu zählen insbesondere die Bauprodukteverordnung (CPR), der Digitale Produktpass sowie die geplante EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Diese Regelwerke stehen exemplarisch für die steigenden Anforderungen an Transparenz, Nachhaltigkeit und Nachweisführung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Gerade hier wurde deutlich: Die Herausforderungen sind nicht isoliert zu betrachten. Vielmehr betreffen sie sowohl Hersteller von Innentüren als auch die Beschlagindustrie in vergleichbarer Weise. Entsprechend lag ein zentraler Fokus des Austauschs auf der Frage, wie sich durch eine engere Zusammenarbeit Synergien erschließen lassen – etwa bei der Interpretation regulatorischer Vorgaben, der Entwicklung gemeinsamer Positionen oder der praktischen Umsetzung in Unternehmen.
Einigkeit bestand darüber, dass nationale und europäische Regulierungsvorhaben künftig nur noch im Schulterschluss effizient bewältigt werden können. Die zunehmende Komplexität der Anforderungen – von digitalen Produktinformationen bis hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen – erfordert abgestimmte Strategien entlang der gesamten Branche. Der Austausch machte deutlich, dass beide Industriezweige nicht nur ähnliche Herausforderungen teilen, sondern auch von einer stärkeren Vernetzung profitieren können.
Darüber hinaus unterstrich das Treffen die Bedeutung des direkten Dialogs innerhalb der Wertschöpfungskette. Gerade an den Schnittstellen zwischen Türsystemen und Beschlagtechnik entstehen zentrale Anforderungen an Funktionalität, Sicherheit und Normkonformität. Der persönliche Austausch ermöglicht es, diese Schnittstellen besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl technischen als auch regulatorischen Anforderungen gerecht werden.
Das Treffen in Velbert markiert damit mehr als nur einen einmaligen Austausch. Es gilt als Auftakt für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen VHI und FVSB, die perspektivisch weiter ausgebaut werden soll. Ziel ist es, die Branche insgesamt widerstandsfähiger aufzustellen und gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der Transformation zu finden.
Die zentrale Erkenntnis des Treffens lässt sich dabei prägnant zusammenfassen: Kooperation ist kein optionaler Ansatz mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Oder, wie es im Kreis der Teilnehmenden formuliert wurde: Zusammen erreicht man mehr.

