Gartner identifiziert die wichtigsten Cybersicherheitstrends für 2025

März 6, 2025

Beim Gartner Security & Risk Management Summit in Sydney wurden zentrale Cybersicherheitstrends für 2025 vorgestellt. Diese werden vor allem durch Gen-KI, digitale Dezentralisierung, Lieferkettenabhängigkeiten, regulatorische Veränderungen, Fachkräftemangel und eine sich wandelnde Bedrohungslandschaft geprägt.

Trend 1: Gen-KI verändert Datensicherheit

Während bisher strukturierte Daten im Fokus standen, rückt durch Gen-KI der Schutz unstrukturierter Daten wie Texte, Bilder und Videos stärker in den Mittelpunkt. Unternehmen überdenken Investitionsstrategien, insbesondere für LLM-Training, Datenbereitstellung und Inferenzprozesse.

Trend 2: Verwaltung von Maschinenidentitäten

Der verstärkte Einsatz von KI, Cloud-Diensten und Automatisierung erfordert ein besseres Management von Maschinenidentitäten. Eine Gartner-Umfrage ergab, dass IAM-Teams nur 44 % der Maschinenidentitäten verwalten, was Unternehmen angreifbar macht.

Trend 3: Fokus auf taktische KI

SRM-Führungskräfte erzielen gemischte Ergebnisse mit KI-Initiativen und setzen verstärkt auf Anwendungsfälle mit messbarem Nutzen. Dies verbessert die Sichtbarkeit des Mehrwerts und reduziert Risiken für Cybersicherheitsprogramme.

Trend 4: Optimierung der Sicherheitsarchitektur

Unternehmen nutzen im Schnitt 45 Cybersicherheitstools, was Effizienz und Sicherheit beeinträchtigen kann. Gartner empfiehlt, Kern-Sicherheitskontrollen zu konsolidieren und auf Datenportabilität auszurichten.

Trend 5: Sicherheitskultur stärken

Programme zur Sicherheitskultur gewinnen an Bedeutung. Organisationen, die Gen-KI in diese Programme integrieren, könnten bis 2026 40 % weniger mitarbeiterbedingte Sicherheitsvorfälle verzeichnen. Ein strategischer Wandel hin zur Sicherheitskultur ist erkennbar.

Trend 6: Umgang mit Burnout in der Cybersicherheit

Fachkräftemangel und hohe Belastung gefährden die Branche. Effektive Führungskräfte setzen auf Stressmanagement und Teaminitiativen zur Resilienzsteigerung.

Diese Trends zeigen, dass Unternehmen nicht nur ihre Sicherheitsstrategien, sondern auch ihre Organisationskultur anpassen müssen, um widerstandsfähig zu bleiben.

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