
Neue Untersuchungsfunktionen verkürzen die Ermittlungsdauer in komplexen Multi-Site- und Multi-Vendor-Umgebungen von Stunden auf Minuten
Genetec Inc., weltweit führender Anbieter von Enterprise-Software für physische Sicherheit, erweitert seine Cloud-basierte Plattform Security Center SaaS um neue, leistungsfähige Ermittlungsfunktionen. Ziel ist es, Organisationen dabei zu unterstützen, Vorfälle schneller aufzuklären und den Normalbetrieb rascher wiederherzustellen – selbst wenn sich Untersuchungen über zahlreiche Standorte, Systeme und Kamerahersteller erstrecken.
Komplexe Sicherheitslandschaften als Herausforderung
Moderne Sicherheitsvorfälle machen nicht an Gebäudegrenzen halt. Sie betreffen häufig mehrere Einrichtungen, Campusbereiche oder ganze Regionen. Ermittler müssen dabei auf Daten aus Hunderten oder Tausenden Geräten unterschiedlichster Hersteller zugreifen – und starten ihre Arbeit meist mit lückenhaften Informationen.
Geschlossene, herstellerspezifische Systeme sowie voneinander getrennte Tools erschweren es, Spuren effizient zu verfolgen. Genau hier setzen die neuen Funktionen von Security Center SaaS an: Sie verbinden Beweismittel, Entscheidungen und Kontextinformationen vom ersten Hinweis bis zum Abschluss eines Falls. Doppelte Arbeit oder wiederholte Suchvorgänge werden vermieden.
„Wenn ein Vorfall eintritt, müssen Sicherheitsteams schnell handeln und der Untersuchung folgen können – auch wenn zunächst nur wenige Details vorliegen“, erklärt Anne-Cécile Millot-Tournier, Product Group Director Intelligent Automation bei Genetec. „Unsere neuen Funktionen sind speziell für Enterprise-Umgebungen konzipiert. Teams können über Tausende Kameras, mehrere Standorte und gemischte Systemlandschaften hinweg arbeiten, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen.“
Von der Beschreibung zur Spur in Sekunden
Ermittlungen orientieren sich an realen Arbeitsabläufen von Operatoren. Oft beginnt alles mit einer kurzen Meldung – beispielsweise einer ungefähren Zeitangabe oder einem Detail wie einem Logo auf der Kleidung einer Person.
Eine KI-gestützte Suche in natürlicher Sprache übersetzt solche Alltagsbeschreibungen unmittelbar in durchsuchbare Parameter. Relevante Videosequenzen aus unterschiedlichen Standorten und von verschiedenen Kameramodellen werden automatisch identifiziert. Kontextinformationen wie Ort, benachbarte Aktivitäten oder Ereignisse vor und nach dem Vorfall helfen beim weiteren Eingrenzen.
Über eine Timeline-Vorschau lassen sich entscheidende Momente schnell prüfen, ohne komplette Aufzeichnungen laden zu müssen. Anschließend können Ermittler Personen, Fahrzeuge oder Objekte szenenübergreifend verfolgen, Bewegungsmuster visualisieren und den Ablauf rekonstruieren – ohne stundenlanges Sichten von Material.
Strukturierte Fallarbeit statt Clip-Sammlung
Im weiteren Verlauf werden alle relevanten Inhalte in einem Fall gebündelt. Videoclips, Bilder und Zusatzinformationen ordnet das System automatisch chronologisch und ergänzt sie mit Metadaten sowie Tags. Daraus entsteht ein visuelles Storyboard, das Zusammenhänge transparent darstellt.
KI-unterstützte Funktionen, darunter automatisierte Zusammenfassungen von Videosequenzen, erleichtern die Dokumentation erheblich. Ergebnisse können schneller validiert, mit Stakeholdern geteilt und Fälle effizient abgeschlossen werden.
Einheitliche Ermittlungsumgebung
Die neuen Möglichkeiten führen unterschiedliche Werkzeuge – darunter natürliche Sprachsuche, Ähnlichkeitserkennung, Ein- und Ausgangsanalysen, Kontextauswertung, visuelle Trajektoriensuche sowie Fall- und Beweismanagement – in einer einheitlichen Oberfläche zusammen. Sicherheitsverantwortliche wechseln nahtlos vom Live-Monitoring in die Untersuchung und können valide Resultate intern wie extern sicher weitergeben.
Rollout ab Februar 2026
Die Funktionen werden seit Februar 2026 schrittweise für Nutzer von Security Center SaaS bereitgestellt und kontinuierlich erweitert. Unternehmen sollen dadurch die Dauer von Ermittlungen drastisch reduzieren, Betriebsunterbrechungen minimieren und gleichzeitig Transparenz sowie die Kontrolle der Bediener über Entscheidungsprozesse wahren.

