Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat sich im Juli 2026 spürbar aufgehellt. Der KfW-ifo-Geschäftsklimaindex für kleine und mittlere Unternehmen steigt um 4,0 Zähler auf -17,3 Punkte. Ausschlaggebend sind vor allem deutlich verbesserte Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Gleichzeitig bleibt die Stimmung unter den Unternehmen insgesamt verhalten.
Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen steigen im Juli um 6,9 Zähler auf -17,2 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verbessert sich dagegen nur leicht um 0,8 Zähler auf -17,6 Punkte. Trotz des Anstiegs liegt das Geschäftsklima damit weiterhin deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt, der im KfW-ifo-Mittelstandsbarometer durch die Nulllinie markiert wird.
Die Stimmungsaufhellung erfasst alle betrachteten Wirtschaftsbereiche. Den stärksten Anstieg verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe mit einem Plus von 9,7 Zählern auf -16,5 Punkte. Im Einzelhandel verbessert sich das Geschäftsklima um 8,8 Zähler auf -19,6 Punkte, im Großhandel um 7,6 Zähler auf -18,6 Punkte. Das Bauhauptgewerbe legt um 2,4 Zähler auf -13,9 Punkte zu, die Dienstleistungen um 2,6 Zähler auf -16,2 Punkte. Im Verarbeitenden Gewerbe verbessern sich dabei sowohl die Erwartungen als auch die Beurteilung der aktuellen Lage.

