Festnetz nur für jeden Fünften die erste Wahl

Juli 8, 2024

Klassisches Telefon wird laut Verivox-Studie zunehmend zur Randnotiz – außer bei älteren Menschen

Trotz kleinem Zwischenhoch während der COVID-19-Pandemie spielt das stationäre Telefon nur noch für Senioren eine Rolle. Gedanken über Gesprächskosten macht sich die überwiegende Mehrheit laut der neuen Umfrage „Festnetz-Monitor“ des Vergleichsportals Verivox unter rund 1.000 Deutschen von 18 bis 79 Jahren nicht – teilweise zu Unrecht.

Mobile Kommunikation gefragt

51 Prozent der Deutschen führen private Telefonate üblicherweise per Handy. Davon nutzen 41 Prozent das Handy ganz klassisch, also über Mobilfunk; zehn Prozent bevorzugen in der Regel einen Datendienst wie WhatsApp oder FaceTime. Im Osten Deutschlands sowie unter Familien mit Kindern liegt die Handy-Quote über zehn Prozent höher als in den Vergleichsgruppen.

In fast allen Alterskohorten ist das Mobiltelefon die erste Wahl – bei jungen Menschen bis 29 Jahre sind es sogar 70 Prozent, die bevorzugt das Handy nutzen. Nur bei über 60-Jährigen sehen die Nutzungsvorlieben anders aus: Für Senioren ist das Festnetztelefon fast doppelt so häufig erste Wahl wie im bundesdeutschen Schnitt (40 zu 21 Prozent).

Gut jeder Fünfte (22 Prozent) hat nach eigenen Angaben keinen bevorzugten Weg beim Telefonieren – ältere Menschen sagen das am häufigsten, wie die Umfrage ausweist. Altersübergreifend geben nur wenige an, lieber Sprachnachrichten zu versenden als zu telefonieren oder Telefonate nach Möglichkeit ganz vermeiden zu wollen.

Aufmerksam bei den Kosten sein

Die Kosten sind vielen offenbar egal: „Obwohl die meisten Telefontarife inzwischen eine Flatrate beinhalten, sind diese Pauschaltarife kein Freibrief. Wer vom Festnetz aus telefoniert, zahlt für Anrufe aufs Handy bis zu 22 Cent pro Minute – das ist völlig aus der Zeit gefallen. Vom Handy hingegen werden Gespräche ins Ausland schnell zur Kostenfalle; diese sind über das Festnetz meist erheblich günstiger“, waren die Vergleichsexperten von Verivox.

Auch im Jahr 2024, so die Fachleute, müssen Verbraucher noch überlegen, welche Anschlüsse sie am besten mit welchem Gerät anrufen. „Dabei ist die Telefonminute für Netzbetreiber schon lange kein entscheidender Kostenfaktor mehr“, heißt es abschließend dazu.

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