Gamescom – Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe

August 26, 2025

Kommentar: Warum die Branche mehr tun muss als nur den Gesetzgeber zu rufen

Der Verdacht auf Schwarzarbeit beim Sicherheitsdienst der Gamescom wirft erneut ein Schlaglicht auf ein altbekanntes Problem in der Branche. Seit Jahren weist der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) auf Missstände hin und fordert strengere Regeln. Die Hinweise auf eine ungesunde Fokussierung auf den Preis bei Vergaben sowie auf undurchsichtige Subunternehmerketten sind berechtigt.

Doch so sehr der Gesetzgeber gefordert ist – die Branche selbst darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Schwarzarbeit bleibt ein klarer Rechtsbruch, unabhängig vom Kostendruck. Wer Sicherheit anbietet, muss selbst Vorbild in Rechtskonformität und Verlässlichkeit sein.

Auffällig ist, dass es an glaubwürdigen Selbstverpflichtungen fehlt. Der BDSW könnte längst verbindliche Standards schaffen, schwarze Schafe ausschließen und interne Kontrollmechanismen etablieren. Stattdessen bleibt die Hauptforderung an die Politik. Damit riskiert die Branche, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen.

Am Ende gilt: Sicherheit beginnt nicht beim Gesetzgeber – sie beginnt in der Branche selbst.

Related Articles

Kommentar: Hessens klare Linie gegen Linksextremismus

Mit seiner Stellungnahme zeichnet Hessens Innenminister Roman Poseck ein bewusst deutliches Bild vom Linksextremismus als sicherheitspolitischer Bedrohung. Der Kern der Position ist klar: Linksextremismus wird nicht als Randphänomen oder bloßes Begleitproblem...

Share This