Gamescom – Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe

August 26, 2025

Kommentar: Warum die Branche mehr tun muss als nur den Gesetzgeber zu rufen

Der Verdacht auf Schwarzarbeit beim Sicherheitsdienst der Gamescom wirft erneut ein Schlaglicht auf ein altbekanntes Problem in der Branche. Seit Jahren weist der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) auf Missstände hin und fordert strengere Regeln. Die Hinweise auf eine ungesunde Fokussierung auf den Preis bei Vergaben sowie auf undurchsichtige Subunternehmerketten sind berechtigt.

Doch so sehr der Gesetzgeber gefordert ist – die Branche selbst darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Schwarzarbeit bleibt ein klarer Rechtsbruch, unabhängig vom Kostendruck. Wer Sicherheit anbietet, muss selbst Vorbild in Rechtskonformität und Verlässlichkeit sein.

Auffällig ist, dass es an glaubwürdigen Selbstverpflichtungen fehlt. Der BDSW könnte längst verbindliche Standards schaffen, schwarze Schafe ausschließen und interne Kontrollmechanismen etablieren. Stattdessen bleibt die Hauptforderung an die Politik. Damit riskiert die Branche, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen.

Am Ende gilt: Sicherheit beginnt nicht beim Gesetzgeber – sie beginnt in der Branche selbst.

Related Articles

Alle News im Überblick 2026

Alle News im Überblick 2026

18.09.2026 SATEL: Nur Alarm schlagen? Das reicht heute nicht mehr 18.09.2026 Interview: Alarm allein reicht nicht - Wie BE WAVE Sicherheit neu vernetzt 18.09.2026 Wie DFB und ZVEI Videotechnik, Datenschutz und die Kosten der Stadionsicherheit zusammendenken 18.09.2026...

Oktoberfest: Vom Kamerabild zum gemeinsamen Lagebild

Mehr Kameras allein machen die Wiesn nicht sicherer. Entscheidend ist, wie schnell aus Bildern ein Lagebild und aus diesem Lagebild eine Reaktion wird. Genau darauf zielt das überarbeitete Sicherheitskonzept für das Oktoberfest 2026: Technik, KI, Crowd Monitoring und...

Share This