Jeder und jede Fünfte zahlt für Journalismus im Netz

Juli 2, 2024

  • 20 Prozent der Internutzerinnen und -nutzer geben Geld für journalistische Angebote aus
  • Digitale Abos von klassischen Printmedien liegen dabei vorn

Dass Verlage und Medienhäuser ihre Online-Angebote ganz oder teilweise kostenpflichtig anbieten, sie also hinter eine sogenannte Paywall stellen, ist mittlerweile gang und gäbe. Bei der Bereitschaft der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer, für Journalismus im Netz zu zahlen, zeigt sich dabei ein geteiltes Bild: So finden es 42 Prozent richtig, wenn für hochwertigen Journalismus im Internet auch Geld verlangt wird. 49 Prozent finden dies nicht. 20 Prozent geben an, für journalistische Angebote im Netz zu bezahlen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.002 Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach zahlen 9 Prozent für ein digitales Abonnement regionaler bzw. lokaler Medienangebote, zum Beispiel der Zeitung aus ihrer Stadt. 8 Prozent haben ein kostenpflichtiges Abo eines überregionalen Online-Angebotes abgeschlossen, etwa Spiegel Plus, Faz + oder Bild+. 5 Prozent spenden freiwillig für Recherchen oder journalistische Angebote und 4 Prozent haben online ein Fachmedium abonniert. Kaum verbreitet ist auch die Nutzung von kostenpflichtigen Plattformen wie Readly oder Yumpu (4 Prozent). 3 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland zahlen für Abos internationaler Medien wie New York Times, The Guardian oder andere.

Wer online für Nachrichten zahlt, tut dies in der Regel gleich für mehrere Abos. 22 Prozent aus der Gruppe der Online-Abo-Nutzinnen und -nutzer haben sogar drei und mehr kostenpflichte News-Abonnements abgeschlossen. Jeder bzw. jede Vierte (26 Prozent) nutzt zwei und 41 Prozent zahlt für ein Online-Abonnement. Die „Heavy-User“ unter den Online-Abo-Nutzern sind die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen, unter denen sogar ein Drittel (33 Prozent) für drei oder mehr Abonnements im Netz bezahlt.  Allerdings kommt das Abo-Prinzip nicht bei allen gleich gut an. Ein Drittel der Personen, die online Nachrichten konsumieren (36 Prozent), würden lieber Geld für einzelne Artikel ausgeben als für ganze Abos. Unter denen, die Online-Abos nutzen, sind es sogar 45 Prozent. 

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland ab 16 Jahren online befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 10 bis KW 11 2024 satt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Geben Sie Geld für journalistische Angebote im Internet aus?“, „Für wie viele Abonnements geben Sie Geld für journalistischer Angebote im Internet aus?“, „Inwieweit treffen die folgenden Aussagen zum Thema journalistische Angebote im Internet auf Sie bzw. Ihrer Meinung nach zu?“

Related Articles

Alle News im Überblick

Alle News im Überblick

15.07.2024 Hessen: „Ein friedliches und sicheres Fußballfest im Herzen von Europa.“ 15.07.2024 Bucher Automation AG setzt ein starkes Zeichen 15.07.2024 41 Prozent mehr Ransomware-Angriffe seit 2020 14.07.2024 Metaverse: Jedes zehnte Unternehmen sieht sein...

„Ein friedliches und sicheres Fußballfest im Herzen von Europa.“

„Ein friedliches und sicheres Fußballfest im Herzen von Europa.“

Innenminister Roman Poseck (Foto), Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller und der Leiter der Abteilung Einsatz Thomas Schmidl ziehen positive Bilanz zur Fußball-Europameisterschaft 2024 Die Fußballeuropameisterschaft hat zwischen dem 14. Juni und 14. Juli 2024 in...

Niederländischer Staat verliert Millionen durch Polizeieinsätze

Niederländischer Staat verliert Millionen durch Polizeieinsätze

Durch die Proteste der Polizisten für eine bessere Frühpension verliert die niederländische Staatskasse jede Woche mindestens 1,5 Millionen Euro, schreibt De Telegraaf. Seit dem 7. Mai behalten die Beamten ihre Strafzettel für kleinere Vergehen in der Tasche. Eine...

Share This