Die Infinigate Group und Torq Technologies bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus und bringen KI-gestützte Sicherheitslösungen künftig verstärkt nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Die Partnerschaft zwischen dem Value-Added-Distributor und dem Anbieter agentenbasierter Sicherheitsoperationen besteht bereits seit Mai 2025 und wird nun gezielt auf die DACH-Region ausgeweitet.
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Torq AI SOC Plattform, die Security Operations Center (SOC) durch automatisierte, KI-gestützte Prozesse entlasten soll. Die Plattform filtert irrelevante Warnmeldungen, priorisiert reale Bedrohungen autonom und beschleunigt Analyse sowie Reaktionsprozesse. Dadurch lassen sich laut Anbieter sowohl die mittlere Zeit bis zur Untersuchung (MTTI) als auch bis zur Behebung eines Sicherheitsvorfalls (MTTR) deutlich reduzieren – ohne zusätzliche personelle Ressourcen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Lösung ist die agentenbasierte Architektur. Anders als klassische Sicherheitstools, die häufig umfangreiche Integrations- und Beratungsleistungen erfordern, setzt Torq auf Self-Service-Agenten. Sicherheitsteams können diese mit minimalem Aufwand bereitstellen und an ihre spezifischen Anforderungen anpassen. Laut Unternehmen sind die KI-Agenten bereits fester Bestandteil der täglichen SOC-Abläufe bei zahlreichen Fortune-500-Unternehmen und bearbeiten dort Millionen komplexer Sicherheitsaufgaben.
Die Plattform adressiert zwei zentrale Herausforderungen moderner Security Operations: Zum einen ermöglicht sie eine vollständig automatisierte Alarm-Triage und Untersuchung. Warnmeldungen mit geringer Relevanz werden sofort klassifiziert, während Analysten sich auf verifizierte und kritische Bedrohungen konzentrieren können. Zum anderen stellt ein integrierter Agenten-Builder eine skalierbare Entwicklungsumgebung bereit, mit der Teams ihre eigenen Automatisierungsagenten erstellen können. Dadurch lassen sich laut Anbieter bis zu hundertmal mehr Alarme verarbeiten, ohne zusätzliche Analysten einstellen zu müssen.
Für die Infinigate Group ist die Erweiterung der Partnerschaft ein strategischer Schritt, um Channel-Partnern in der DACH-Region stärker KI-basierte Automatisierungslösungen bereitzustellen. „Torq passt durch seine konsequente Channel-Ausrichtung hervorragend in unser Portfolio an Cybersicherheitslösungen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmend komplexer Bedrohungslagen steigt die Nachfrage nach Automatisierung und KI deutlich“, erklärt Udo Schillings, Vendor Alliances Manager DACH bei Infinigate.
Auch Torq sieht im Ausbau der Kooperation einen wichtigen Schritt für die Markterschließung in Europa. „Mit seiner paneuropäischen Präsenz als Value-Added-Distributor und seinem Zugang zu Security-Beratungshäusern sowie Managed Security Service Providern ist Infinigate der richtige Partner für unseren Go-to-Market-Ansatz“, sagt Pierre Visel, Director EMEA East bei Torq Technologies.
Branchenanalysten gehen davon aus, dass agentenbasierte KI künftig eine zentrale Rolle in der Bedrohungserkennung und der Reaktion auf Cyberangriffe spielen wird. Entsprechend gewinnt die Kombination aus Automatisierung, KI-gestützter Analyse und menschlicher Expertise zunehmend an Bedeutung für moderne SOC-Strukturen.


