Integrierte Sicherheitslösungen für Rechenzentren

März 6, 2026

ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH zeigt integrierte Sicherheitslösungen für Rechenzentren auf der Data Centre World 2026

Die Rechenzentrumsbranche trifft sich am 6. und 7. Mai 2026 auf der Data Centre World 2026 in Frankfurt. Die ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH präsentiert in Halle 8, Stand H135 ein umfassendes Portfolio physischer und digital unterstützter Sicherheitslösungen für den Betrieb hochverfügbarer IT-Infrastrukturen. Im Mittelpunkt stehen integrierte Konzepte für Einbruchschutz, Rettungswegtechnik, Zutrittskontrolle sowie Systeme zur Schlüssel- und Geräteverwaltung und zur physischen Umweltüberwachung.

Rechenzentren gelten als besonders schützenswerte Einrichtungen innerhalb kritischer Infrastrukturen. Entsprechend steigt der Bedarf an mehrschichtigen Sicherheitsarchitekturen, die sowohl bauliche als auch organisatorische und digitale Schutzmaßnahmen umfassen. Die Lösungen von ASSA ABLOY adressieren diese Anforderungen mit aufeinander abgestimmten mechanischen und elektromechanischen Komponenten, die vom äußeren Perimeter eines Rechenzentrums bis hin zu einzelnen Technik- oder Serverschränken unterschiedliche Sicherheitszonen abdecken.

Einbruchschutz für hochsensible Infrastruktur

Im Bereich des physischen Einbruchschutzes stellt das Unternehmen Systeme vor, die den hohen normativen Anforderungen an Rechenzentrumsinfrastruktur gerecht werden. Dazu zählen Sicherheitsschlösser mit erweiterten Überwachungsfunktionen sowie umfangreichen Zertifizierungen. In Kombination mit einbruchhemmenden Türsystemen lassen sich Schutzkonzepte bis zur Widerstandsklasse RC4 realisieren.

Mehrfachverriegelungen dieser Klasse bieten einen erhöhten Schutz gegen Einbruchsversuche mit Elektrowerkzeugen und erhöhen damit die physische Resilienz sensibler IT-Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt die Integration in übergeordnete Gebäude- und Sicherheitsmanagementsysteme gewährleistet, sodass Betreiber ein hohes Sicherheitsniveau erreichen können, ohne Einschränkungen bei Funktionalität oder Systemintegration hinnehmen zu müssen.

Normkonforme Rettungswegtechnik für komplexe Gebäudestrukturen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Lösungen für die Absicherung und Steuerung von Flucht- und Rettungswegen. Die von ASSA ABLOY entwickelte ePED-Technologie ermöglicht die normkonforme Steuerung von Fluchttüren gemäß den Anforderungen der EltVTR sowie der europäischen Norm EN 13637.

Für größere Gebäude- oder Campusstrukturen bietet das effeff-Bedientableau 925 mit Touch-Display zentrale Steuerungs- und Überwachungsfunktionen. Über das System lassen sich Türzustände visualisieren sowie bis zu 24 Fluchttüren oder definierte Türgruppen bedienen. Die Anbindung erfolgt über eine TS-Bus-Schnittstelle, wodurch sich das System sowohl in neue Anlagen integrieren als auch zur Modernisierung bestehender Rettungswegtechnik einsetzen lässt.

Skalierbare Zutrittskontrolle

Für die Absicherung von Zugängen innerhalb von Rechenzentren setzt ASSA ABLOY auf die drahtlose Aperio-Technologie. Diese ermöglicht die Integration unterschiedlichster Zugangspunkte in bestehende Zutrittskontrollsysteme wie SCALA net.

Die Kommunikation erfolgt je nach Einsatzszenario entweder online per Funk oder offline über sogenannte Data-on-Card-Verfahren. Das Systemportfolio umfasst batteriebetriebene Zylinder, elektronische Beschläge, Türdrücker sowie komplette Schlosslösungen. Auf diese Weise lassen sich skalierbare Sicherheitsarchitekturen realisieren, die von der Gebäudeaußenhaut über Technikräume bis hin zu einzelnen Serverracks eine konsistente Zutrittskontrolle gewährleisten.

Monitoring und physische Sicherheit durch Kentix

Erstmals präsentiert sich auf der Messe auch das Unternehmen Kentix als Teil der ASSA ABLOY Gruppe. Der Spezialist für physische Sicherheits- und Umweltüberwachung in IT-Infrastrukturen gehört seit 2025 zum Konzernportfolio.

Die Lösungen von Kentix kombinieren verschiedene Sensorfunktionen zur Überwachung kritischer Umweltparameter. Dazu zählen unter anderem Temperatur- und Feuchtigkeitsmessung, Brandfrüherkennung sowie die Detektion unbefugter Zugriffe. Alle Daten werden in der Managementsoftware KentixONE zusammengeführt. Betreiber erhalten dadurch ein konsolidiertes Lagebild über sicherheitsrelevante Zustände innerhalb ihrer Infrastruktur.

Die Systeme unterstützen zugleich Anforderungen aus der europäischen Cybersicherheitsrichtlinie NIS2-Richtlinie, insbesondere in den Bereichen Risikomanagement, physische Sicherheit und Zugangskontrolle. Monitoring- und Reportingfunktionen erleichtern dabei die Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Aufsichts- und Zertifizierungsstellen.

Schlüssel- und Geräteverwaltung mit TRAKA

Ein weiterer Baustein der Sicherheitsarchitektur betrifft die Verwaltung mechanischer und elektronischer Schlüssel sowie mobiler Endgeräte. Hierfür zeigt ASSA ABLOY Lösungen der Marke TRAKA.

Elektronische Schlüsselschränke und automatisierte Ausgabesysteme ermöglichen eine lückenlose Dokumentation der Schlüsselvergabe und schaffen damit Transparenz über Zugriffs- und Nutzungsprozesse. Zugriffsrechte lassen sich über Key-on-Demand-Funktionen dynamisch vergeben und zeitlich begrenzen. In Kombination mit Technologien wie CLIQ oder webbasierten Managementplattformen entsteht eine durchgängig nachvollziehbare Verwaltung sicherheitskritischer Ressourcen.

Gerade in hochdynamischen Betriebsumgebungen wie Rechenzentren tragen solche Systeme zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen – etwa im Kontext der NIS2-Richtlinie – bei.

Integrierte Sicherheitsarchitekturen für resiliente Rechenzentren

Mit der Kombination aus mechanischem Einbruchschutz, digitaler Zutrittskontrolle, Umweltmonitoring sowie Schlüssel- und Geräteverwaltung verfolgt ASSA ABLOY einen integrierten Sicherheitsansatz. Ziel ist es, physische und digitale Schutzmaßnahmen in einem skalierbaren Sicherheitsökosystem zusammenzuführen.

Während der Data Centre World 2026 stehen Fachbesucherinnen und Fachbesuchern die Expertenteams von ASSA ABLOY, Kentix und TRAKA für Gespräche und technische Beratung zur Verfügung. Präsentiert werden praxisorientierte Lösungen, die Betreiber von Rechenzentren bei der Absicherung kritischer IT-Infrastrukturen und beim Aufbau resilienter Betriebsstrukturen unterstützen sollen.

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