KI-Modelle brauchen digitale Identitäten

Juni 20, 2023

Die Abstimmung über ein Gesetz zur Regelung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz in der EU diese Woche in Brüssel ist ein willkommener Schritt. Die Welt steht noch am Anfang, um die Auswirkungen von KI auf Unternehmen und die Gesellschaft zu verstehen. Einerseits wird sie als etwas gepriesen, das den Welthunger lösen, Krankheiten heilen und die Welt verändern könnte. Auf der anderen Seite ist sie eine zerstörerische Kraft, die durch Desinformation, Entmündigung und Bewaffnung zum Aussterben der Menschheit führen könnte. Klar ist, dass sie ein mächtiges Werkzeug ist.

Dieses Gesetz zielt darauf ab, die IT-Sicherheit, Transparenz, Nichtdiskriminierung und Rückverfolgbarkeit von KI zu gewährleisten, damit sie nicht von Dritten ausgenutzt oder für böswillige Zwecke verwendet wird. Das Großartige am KI-Gesetz der EU ist, dass es vorschlägt, KI-Modellen Identitäten zuzuweisen. Diese digitalen Identitäten ähnlich wie bei menschlichen Pässen ermöglichen eine Unverwechselbare Identifikation. Darüber hinaus sollen sie einer Konformitätsbewertung unterzogen werden, um sie in der EU-Datenbank zu registrieren. Dieser fortschrittliche Ansatz wird die KI-Governance verbessern, den Einzelnen schützen und dazu beitragen, die Kontrolle über die KI zu behalten. Unternehmen, die KI nutzen und mit ihr innovieren, müssen prüfen, ob ihre KI unter die im KI-Gesetz vorgeschlagenen Risikokategorien fällt. Darüber hinaus sollten sie sich an die Bewertungen und die Registrierung halten, um die Sicherheit und das Vertrauen von KI in der Gesellschaft zu sichern und zu wahren.

Autor: Kevin Bocek, VP Ecosystem & Community bei Venafi

Related Articles

Im Fokus der Cybersicherheit 2026: KI & Komplexität

KI sorgt für Vertrauenskrise und neue Sicherheitsrisiken, birgt aber auch Chancen, wenn Unternehmen das Zero Trust-Konzept weiterentwickeln. Die künstliche Intelligenz beflügelt nicht nur operative Transformationsprozesse in Unternehmen, sondern auch die...

Temperaturwächter für sensible Güter gebaut

Temperaturwächter für sensible Güter gebaut

Mit einem kostengünstigen Aufkleber lässt sich künftig prüfen, ob empfindliche Güter wie Lebensmittel und Medikamente während des Transports überhitzt und damit unbrauchbar geworden sind. Entwickelt haben ihn Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule...

Baden-Württemberg: Landesdatenschutzgesetz soll angepasst werden

Der Ministerrat von Baden-Württemberg hat auf Vorschlag von Innenminister Thomas Strobl eine Änderung des Landesdatenschutzgesetzes beschlossen. Ziel der Reform ist es, den Einsatz digitaler Technologien in Verwaltung, Forschung und öffentlichem Raum rechtlich...

Share This