“RobotFalcon”: Neue Drohne sichert Flughäfen

Oktober 28, 2022

Forscher der Universitäten Groningen (https://www.rug.nl) und Tuscia (https://www.unitus.it) sowie der Royal Netherlands Air Force haben mit “RobotFalcon” eine täuschend echt aussehende Wanderfalken-Drohne entwickelt, die für diese Art typische Flugmanöver absolvieren kann. Das Gefährt besteht aus glasfaserverstärktem Polypropylen und könnte an Flughäfen zum Einsatz kommen. Ein interner Motor treibt zwei Propeller an der Vorderseite jedes Flügels an. Damit die Drohne die Flugmuster eines echten Falken nachahmen kann, haben die Forscher die Flugeigenschaften echter Vögel untersucht.

Wanderfalken äußerst effektiv

Tests in Workum am Ijsselmeer nördlich von Amsterdam waren laut den Forschern bereits erfolgreich. Vögel wurden verscheucht. Bei Feldversuchen verscheuchte der Robotervogel innerhalb von fünf Minuten nach seiner Ankunft ganze Vogelschwärme. Bei der Hälfte dieser Abschreckungsflüge konnte er das Feld innerhalb von 70 Sekunden räumen.

Auch auf Dauer nahm die abschreckende Wirkung nicht ab. Die bedrohten Vögel gewöhnten sich nicht daran, dass RobotFalcon ein harmloser Geselle ist, obwohl er keinen von ihnen jemals angegriffen, geschweige denn getötet hätte. Die Forscher stellen ihre “Abschreckungswaffe” im “Journal of The Royal Society Interface” vor, die die Schnittstelle zwischen Bio- und Naturwissenschaften abdeckt.

Gefahr für startende Maschinen

Lebende Wanderfalken sind bestens geeignet, Vögel aus dem Gelände von Flughäfen zu vertreiben, die eine Gefahr vor allem für startende Maschinen sind. Die durch Vogelschlag angerichteten Schäden liegen jährlich bei 1,4 Mrd. Dollar. Doch Raubvögel neigen dazu, sich andere Reviere zu suchen, wenn die Vertreibung aufgrund ihrer Anwesenheit erfolgreich war. Zudem können sie selbst zur Gefahr werden. Deshalb verzichten Flughäfen bislang auf ihren Einsatz.

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