Die Geschichte von SALTO: Ein neuer Denkansatz in der Zugangskontrolle
Im Jahr 2025 erreicht Salto Systems einen bedeutenden Meilenstein: ein Vierteljahrhundert an der Spitze der elektronischen Zugangskontrolle. Das im Jahr 2000 in Nordspanien gegründete Unternehmen hat maßgeblich dazu beigetragen, die Art und Weise zu verändern, wie Türen geöffnet, Räume gesichert und Zugänge organisiert werden. Aus einem kleinen Start-up ist ein globaler Technologiekonzern hervorgegangen, dessen Lösungen heute Millionen von Menschen weltweit den täglichen Zugang zu Gebäuden und Infrastrukturen ermöglichen.
Gegründet wurde Salto mit einem klaren Anspruch: der Entwicklung universell einsetzbarer, drahtloser und vernetzter Schließsysteme. Diese ursprüngliche Vision hat sich im Laufe der Jahre zu dem entwickelt, was heute als SALTO WECOSYSTEM firmiert – ein global aufgestellter Konzern, der die Marken Salto, Gantner und Vintia vereint. Gemeinsam decken sie ein breites Spektrum integrierter Lösungen ab, von Zutrittskontrolle über Identitätsmanagement bis hin zu Ticketing- und elektronischen Schließtechnologien.
Heute sind Salto-Technologien in mehr als 100.000 Installationen im Einsatz und sichern rund 10 Millionen Zugangspunkte in über 40 Ländern. Täglich verlassen sich mehr als 40 Millionen Menschen auf diese Systeme. Mit über 1.850 Mitarbeitenden versteht sich das Unternehmen als langfristiger Innovationspartner für zahlreiche Branchen – darunter das Gastgewerbe, Gewerbeimmobilien, Bildungseinrichtungen, Freizeitanlagen sowie kritische Infrastrukturen.
„Unser Jubiläum ist sowohl ein Anlass, auf unseren Weg zurückzublicken, als auch eine Verpflichtung für die Zukunft“, sagt Marc Gómez, CEO von SALTO WECOSYSTEM. „Wir werden weiterhin intelligente Zutrittslösungen vorantreiben, die weltweit sichere und zugleich smarte Nutzungserlebnisse ermöglichen.“
Von der Disruption zum Industriestandard
Der frühe Einfluss von Salto beruhte auf einer disruptiven Idee: einem vollständig kabellosen, batteriebetriebenen elektronischen Türschloss. Zur Jahrtausendwende war die Zutrittskontrolle noch weitgehend von mechanischen Schlüsseln und fest verdrahteten Systemen geprägt. Salto stellte dieses Paradigma in Frage und entwickelte eines der ersten eigenständigen elektronischen Schlösser, das ohne herkömmlichen Schlüssel auskam.
Ein weiterer Meilenstein folgte im Jahr 2002 mit der Einführung des SALTO Virtual Network (SVN). Auf Basis der Data-on-Card-Technologie konnten Zugangsrechte auf RFID-Smartcards gespeichert und bei jeder Nutzung an einem Türleser offline aktualisiert werden. Dieser Ansatz ermöglichte eine virtuelle Vernetzung von Türen ohne physische Verkabelung – ein Konzept, das den Installationsaufwand deutlich reduzierte und zugleich neue Freiheiten im Betrieb eröffnete.
Mit der Vorstellung von SALTO Wireless im Jahr 2008 setzte das Unternehmen erneut Maßstäbe. Erstmals konnten autonome, batteriebetriebene Schlösser über Funktechnologie online verbunden und in Echtzeit zentral verwaltet werden – ganz ohne kabelgebundene Infrastruktur bis zur Tür. Die Verbindung von drahtlosem Betrieb und Echtzeitsteuerung etablierte einen neuen Referenzpunkt für moderne Zugangssysteme.
Von der Hardware zur Plattform
In den 2010er Jahren erweiterte Salto seinen strategischen Fokus konsequent. Anstatt sich auf die Rolle eines Hardwareherstellers zu beschränken, verfolgte das Unternehmen zunehmend einen offenen Plattformansatz. Hardware, Software und Cloud-Dienste wurden zu ganzheitlichen End-to-End-Lösungen zusammengeführt.
Mit Clay by Salto, später Salto KS, betrat das Unternehmen 2014 den Markt für cloudbasierte Zugangskontrolle. Zu einem Zeitpunkt, als entsprechende Modelle noch kaum etabliert waren, ermöglichte die Plattform die standortunabhängige Verwaltung von Zugangsrechten in Echtzeit – ohne lokale Serverinfrastruktur. Besonders Betreiber moderner Bürogebäude, Coworking Spaces und verteilter Immobilienportfolios profitierten von dieser Flexibilität.
Die Einführung von JustIN Mobile im Jahr 2015 markierte einen weiteren Entwicklungsschritt. Der mobile Zugang per Smartphone – über Apps, NFC, Bluetooth oder digitale Wallets – gewann rasch an Bedeutung, insbesondere im Hotel- und Unternehmensumfeld. Parallel dazu rückte das industrielle Design stärker in den Fokus. Elektronische Beschläge und Lesegeräte wurden in zeitgemäßen Formen und Oberflächen entwickelt, sodass sie sich harmonisch in architektonische Umgebungen einfügten. Dieser gestalterische Anspruch trug wesentlich zur Akzeptanz elektronischer Zutrittslösungen in Hotels und Wohngebäuden bei.
Internationales Wachstum und gezielte Akquisitionen
Mit der Erweiterung seines Technologieportfolios verfolgte Salto eine klar definierte Internationalisierungsstrategie. Nach dem Prinzip „global denken, lokal handeln“ entstanden Tochtergesellschaften und lokale Teams in Europa, Amerika, Asien und Ozeanien. Bis 2020 war das Unternehmen in mehr als 30 Ländern präsent, Mitte der 2020er Jahre bereits in nahezu 50. Regionale Vertriebs-, Installations- und Supporteinheiten ermöglichten es, lokale Marktanforderungen zu berücksichtigen und gleichzeitig enge Kundenbeziehungen aufzubauen.
Ab 2015 wurde dieses Wachstum durch gezielte Akquisitionen beschleunigt. Die bedeutendste war die Übernahme des österreichischen Spezialisten Gantner Electronic im Jahr 2020. Dessen Expertise in den Bereichen elektronischer Zugang, bargeldloses Bezahlen, Schließfachsysteme und Ticketing ergänzte die Kernkompetenzen von Salto und eröffnete neue Anwendungsfelder, etwa in Freizeiteinrichtungen, Universitäten und großen Unternehmensumgebungen.
Die Integration von Gantner erweiterte das Leistungsportfolio der Gruppe erheblich und führte zu einer der umfassendsten Lösungslandschaften im Markt sowie zu einer kombinierten Produktionskapazität von mehr als einer Million Zugangspunkten pro Jahr. Frühere Übernahmen – darunter Clay, Danalock und Conlan – hatten Salto bereits im Cloud- und Mobilbereich gestärkt. Mit Gantner vollzog das Unternehmen jedoch den entscheidenden Schritt hin zu einem vollständig integrierten Ökosystem. Die Gründung von Vintia im Jahr 2020, hervorgegangen aus Gantner Ticketing, ergänzte diesen Ansatz um einen klaren Fokus auf Ticketing- und Buchungssysteme für Freizeit- und Veranstaltungsumgebungen.
Ein einheitliches Ökosystem: SALTO WECOSYSTEM
Im Jahr 2024 wurde diese Entwicklung durch eine umfassende Marken- und Organisationsumstrukturierung formalisiert. Unter dem Dach von SALTO WECOSYSTEM bündelte die Gruppe ihre drei Kerngeschäftsbereiche: Zutrittskontrolle (Salto), Identifikations- und Zahlungslösungen (Gantner) sowie Ticketing und Besuchermanagement (Vintia). Die neue Markenarchitektur steht für den strategischen Übergang von Einzelprodukten hin zu einem vollständig integrierten Ökosystem.
Mit der Neuausrichtung gingen auch Veränderungen in der Unternehmensführung einher. Im April 2024 übernahm Marc Gómez die Rolle des Group CEO. Mitgründer Javier Roquero zog sich nach 23 Jahren aus dem operativen Geschäft zurück und wechselte in den Verwaltungsrat. Dort bleibt er dem Unternehmen als strategischer Berater verbunden und engagiert sich insbesondere in der neu gegründeten SALTO Foundation, die soziale Initiativen mit Schwerpunkt auf Sport und Inklusion unterstützt.
Im Rahmen der neuen Struktur wurden globale Teams für Vertrieb, Innovation, Service und Cybersicherheit etabliert, um die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu stärken und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Das Management versteht das WECOSYSTEM-Modell als Fundament für nachhaltiges Wachstum, Innovationskraft und organisatorische Widerstandsfähigkeit.
Menschen vor Technologie
Trotz aller technologischen Fortschritte betont Salto, dass der eigentliche Erfolgsfaktor im Menschen liegt. Von Beginn an wurde die Entwicklung des Unternehmens von Mitarbeitenden und Partnern getragen, die bereit waren, bestehende Denkmuster zu hinterfragen, neue Wege zu gehen und aus Erfahrungen zu lernen. Diese Unternehmenskultur – geprägt von Zusammenarbeit, Ausdauer und Offenheit – ermöglichte es Salto, sich kontinuierlich an veränderte Marktbedingungen anzupassen, ohne die strategische Linie aus den Augen zu verlieren.
„Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg von Salto geht über Produkte oder Technologie hinaus – es geht um Menschen und Partner“, so das Selbstverständnis des Unternehmens. Das interne Leitmotiv „Our People“ bringt diese Haltung auf den Punkt und würdigt die Rolle von Teams und Partnernetzwerken für nachhaltige Innovation.
Ausblick: Zugang im nächsten Jahrzehnt
Mit Blick auf die kommenden Jahre zeigt Salto keine Anzeichen, das Entwicklungstempo zu drosseln. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, seine Größe und Marktpräsenz mindestens zu verdoppeln. Im Zentrum der technologischen Weiterentwicklung stehen die noch engere Verzahnung mit Smart Buildings und IoT-Ökosystemen, KI-gestützte Zugangsanalysen, prädiktive Sicherheitsmodelle sowie zunehmend personalisierte Nutzererlebnisse.
Auch Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung – von energieeffizienten und perspektivisch batterielosen Schließtechnologien bis hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen. Die SALTO WECOSYSTEM-Strategie soll dieses Wachstum tragen, indem sie technologische Innovation, Kundenbedürfnisse und Unternehmenskultur weltweit miteinander verbindet.
Die 25-jährige Entwicklung von Salto verdeutlicht, wie langfristige Vision, kontinuierliche Innovation und strategische Anpassungsfähigkeit eine Branche nachhaltig prägen können. Ausgehend von der Idee eines drahtlosen, vernetzten Schlosses ist ein Zutrittsökosystem entstanden, das heute Millionen von Menschen und Räumen weltweit verbindet. In einer Zeit, in der Zugangskontrolle zunehmend mit digitalen Services und intelligenten Gebäuden verschmilzt, ist Salto gut positioniert, auch künftig eine gestaltende Rolle in diesem Markt einzunehmen.

