Sicherheitsfirma in der Luftfahrtbranche meldet Insolvenz an – Flughäfen betroffen

Februar 3, 2025

Eine wichtige Sicherheitsfirma für deutsche Flughäfen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die ESA Luftsicherheit & Service GmbH hat Insolvenz angemeldet, wodurch mindestens sechs Flughäfen in Deutschland von möglichen Engpässen betroffen sein könnten.

Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Charlottenburg hat vor wenigen Tagen das vorläufige Insolvenzverfahren über die ESA Luftsicherheit & Service GmbH eröffnet und Rechtsanwalt Sebastian Laboga als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Neben dieser Gesellschaft ist auch die ESA Security Aviation GmbH & Co. KG betroffen. Bereits im Dezember 2024 musste die übergeordnete ESA Luftsicherheit GmbH Insolvenz anmelden.

Auswirkungen auf Flughäfen im Norden und Süden

Die ESA-Unternehmensgruppe war für Sicherheitskontrollen an mehreren deutschen Flughäfen zuständig, darunter Dortmund, Paderborn/Lippstadt, Lübeck, Rostock-Laage, Sylt und Friedrichshafen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr einige Aufträge verloren.

Wirtschaftsexperten sehen den starken Wettbewerb in der Branche als eine der Hauptursachen für die Krise. Niedrige Angebotspreise bei der Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen führten zu einem hohen Kostendruck, der schließlich zu Lohnverzögerungen und Auftragseinbußen führte. Flughäfen wie Weeze, Berlin-Brandenburg, Dresden, Erfurt und Frankfurt-Hahn hatten bereits 2024 die Zusammenarbeit mit der ESA-Gruppe beendet.

Folgen für Mitarbeiter und Flughäfen

Für die Beschäftigten der ESA Luftsicherheit & Service GmbH bedeutet die Insolvenz finanzielle Unsicherheit. Aktuell sichert das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit vorübergehend ihre Löhne. Besonders am Flughafen Rostock-Laage gibt es Sorgen, ob ausreichend Personal für anstehende Flüge verfügbar sein wird. Flughafen-Geschäftsführer Dominik Wiehage hatte das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommerns bereits Ende 2024 über die Lage informiert, jedoch blieb eine offizielle Reaktion bislang aus.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Laboga erklärte, dass der Geschäftsbetrieb zunächst weitergeführt werden soll. Dennoch könnten einige Flughäfen kurzfristig mit Engpässen bei den Sicherheitskontrollen konfrontiert werden. Eine mögliche Lösung könnte eine baldige Neuvergabe der betroffenen Aufträge sein.

Siehe auch andere Medien zum Thema: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_100590472/insolvenz-flughafen-sicherheitsfirma-insolvent-flughaefen-betroffen.html

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