“SUPER” rast sicher durch tückisches Gelände

Februar 12, 2025

SUPER” nennen Robotiker der Universität Hongkong (https://www.hku.hk/ ) ihren neuen Flugroboter, der sich in unbekannter Umgebung mit höherer Geschwindigkeit bewegen soll als konkurrierende Drohnen – und das, ohne ein Hindernis zu berühren. Selbst dünne Äste und Stromleitungen soll das Gefährt erkennen und rechtzeitig ausweichen. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt laut den Ingenieuren 72 Kilometer pro Stunde.

Frühe Hinderniserkennung

Das Geheimnis ihres Erfolgs ist die Verwendung von 3D-LiDAR anstelle herkömmlicher Kameras und Sensoren – eine Technologie, die Echtzeit-Feedback für Entfernungen von bis zu 70 Metern in alle Richtungen liefert. LiDAR ist ein auf Laserstrahlen basierendes Abstandsmessverfahren. Die Laserstrahlen werden in alle Richtungen abgefeuert und von Hindernissen reflektiert. Aus der Laufzeit der Lichtsignale wird die Entfernung quasi in Echtzeit ermittelt.
Die LiDAR-Daten werden an einen Bordcomputer weitergeleitet, der die Informationen zur sogenannten Trajektorienplanung nutzt, also zur Berechnung des Weges, den SUPER nehmen muss, um an sein Ziel zu gelangen. Um diese Route zu optimieren, errechnet das System stets zwei Möglichkeiten, von denen die schnellste und sicherste ausgewählt und realisiert wird.

Einsatzbereit auch im Dunklen

Tests haben gezeigt, dass SUPER mit Höchstgeschwindigkeit sicher durch einen Hindernisparcours fliegen kann. Das Team hat außerdem herausgefunden, dass das System einem Menschen auf seinem Weg durch einen Wald folgen und dabei erfolgreich Bäume, Äste und andere Hindernisse, auf das es stößt, umfliegen kann. Wegen seiner LiDAR-Technologie lässt sich die Drohne auch bei schlechten Lichtverhältnissen einsetzen.
Für die Drohne gibt es eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. Sie kann beispielsweise zur Objektverfolgung genutzt werden, also die Bewegungen von Straftätern kontrollieren, die Freigang haben. Militärs können sie einsetzen, um feindliche Stellungen auszukundschaften. Und SUPER eignet sich, um in Katastrophenfällen Menschen zu suchen oder Feuerwehrleuten Informationen über die Ausbreitung von Waldbränden zu verschaffen.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=OYzW9r21Xso

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