Zentrales Netzwerkmanagement für Video- und Sicherheitsinfrastrukturen: barox stellt xNMS vor

Juli 29, 2026

Mit xNMS stellt barox eine Softwareplattform für die Planung, Konfiguration und Überwachung von Video- und Sicherheitsnetzwerken vor. Die Lösung führt Netzwerk-Erkennung, Topologiedarstellung, Konfigurationsvergleich und die Vorbereitung von Switch-Konfigurationen auf einer zentralen Plattform zusammen. Mit Version 1.1 soll das System voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2026 um Backup-Funktionen erweitert werden.

Videoüberwachung und andere IP-basierte Sicherheitssysteme stellen mit zunehmender Größe und Vernetzung höhere Anforderungen an die zugrunde liegende Netzwerkinfrastruktur. Switches müssen konfiguriert, Änderungen nachvollzogen und Störungen lokalisiert werden. Gerade in größeren Installationen spielt dabei die Übersicht über Geräte, Verbindungen und Konfigurationsstände eine wichtige Rolle.

barox adressiert diese Aufgaben mit der neuen Netzwerkmanagement-Plattform xNMS. Die Software ist für die Planung, Verwaltung und Überwachung von Video- und Sicherheitsnetzwerken ausgelegt und soll verschiedene Arbeitsschritte von der Vorbereitung einer Installation bis zum laufenden Netzwerkbetrieb auf einer Plattform zusammenführen.

Automatische Erkennung und Topologie des Netzwerks

Eine zentrale Funktion von xNMS ist die automatische Netzwerk-Erkennung. Die Software durchsucht eine bestehende Infrastruktur nach Switches und stellt erkannte Komponenten sowohl in einer Liste als auch in einer visuellen Topologie dar.

Damit erhalten Administratoren eine Übersicht über die im Netzwerk vorhandenen Geräte und deren Struktur. Die Topologieansicht kann insbesondere bei der Analyse von Netzwerkstrukturen und der Lokalisierung von Störungen unterstützen.

Die Funktion ist sowohl für bestehende Installationen als auch für die weitere Planung von Video- und Sicherheitsnetzwerken vorgesehen.

Diff-Checker erkennt Konfigurationsabweichungen

Für den laufenden Betrieb verfügt xNMS über einen integrierten Diff-Checker. Dieser vergleicht gespeicherte Konfigurationen mit der jeweils aktiven Konfiguration und zeigt Abweichungen an.

Auf diese Weise können Änderungen an der Netzwerkkonfiguration nachvollzogen und nicht vorgesehene beziehungsweise nicht autorisierte Veränderungen erkannt werden. Bei der Fehlersuche lässt sich damit überprüfen, ob eine veränderte Konfiguration mit einer aufgetretenen Störung zusammenhängt.

Der Konfigurationsvergleich unterstützt darüber hinaus die Dokumentation von Änderungen und kann bei der Überprüfung definierter Konfigurationsstandards sowie bei Audits eingesetzt werden.

Switches vor der Installation konfigurieren

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Konfigurationsmanagement. Switches können bereits vor der Lieferung beziehungsweise Installation der Hardware vorbereitet und vorkonfiguriert werden.

Die Konfiguration wird damit von der eigentlichen Installation vor Ort getrennt. Nach dem Einbau kann die vorbereitete Konfiguration für die Inbetriebnahme der jeweiligen Geräte genutzt werden.

Darüber hinaus lassen sich Konfigurationen nach Angaben von barox vorab simulieren und validieren. Dadurch können Fehlkonfigurationen, Abhängigkeiten oder mögliche Engpässe bereits während der Planungsphase sichtbar werden – bevor die entsprechende Hardware bestellt oder installiert wird.

Für größere Rollouts kann die zentrale Vorbereitung insbesondere dann relevant sein, wenn mehrere Switches mit definierten Konfigurationen an unterschiedlichen Standorten installiert werden sollen.

Backup und Rollback mit Version 1.1 geplant

Zum Funktionsumfang von xNMS gehört perspektivisch auch ein zentrales Backup-Management für Switch-Konfigurationen. Dabei sollen unterschiedliche Versionsstände einer Konfiguration gespeichert werden können.

Bei Bedarf kann auf einen früheren Stand zurückgegriffen und eine vorherige Konfiguration wiederhergestellt werden. Damit soll ein Rollback nach Konfigurationsänderungen möglich werden.

Diese Funktion steht zum Start allerdings noch nicht zur Verfügung. barox plant das Feature für das Software-Release Version 1.1, dessen Veröffentlichung derzeit für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist.

Free- und Paid-Version vorgesehen

xNMS wird in zwei Varianten angeboten. Eine Free-Version stellt die Basisfunktionen für das Netzwerkmanagement bereit. Daneben gibt es eine Paid-Version, die den erweiterten Funktionsumfang für größere und komplexere Infrastrukturen umfasst und zusätzliche Möglichkeiten zur Kontrolle und Automatisierung bietet.

Welche Funktionen konkret den beiden Varianten zugeordnet sind, stellt barox in einem Vergleich der Free- und Paid-Version bereit.

Bis zur geplanten Veröffentlichung von Version 1.1 im vierten Quartal 2026 kann die Paid-Version nach Angaben des Unternehmens mit ihrem derzeit verfügbaren Funktionsumfang kostenlos genutzt werden.

Netzwerkbetrieb von der Planung bis zur Überwachung

Mit xNMS bündelt barox mehrere Aufgaben des Netzwerkmanagements, die für IP-basierte Video- und Sicherheitsinfrastrukturen relevant sind. Die automatische Erkennung und Topologiedarstellung schaffen eine Übersicht über die vorhandene Infrastruktur, während der Diff-Checker Veränderungen zwischen gespeicherten und aktiven Konfigurationen sichtbar macht.

Das Konfigurationsmanagement verlagert einen Teil der Vorbereitung in die Planungsphase und ermöglicht es, Switch-Konfigurationen bereits vor der Installation der Hardware anzulegen und zu überprüfen. Mit dem für Version 1.1 vorgesehenen Backup-Management soll zusätzlich die zentrale Verwaltung verschiedener Konfigurationsstände und deren Wiederherstellung hinzukommen.

Damit richtet sich xNMS insbesondere an Betreiber und Integratoren, die Planung, Konfiguration, Dokumentation und Überwachung von Switch-Infrastrukturen in Video- und Sicherheitsnetzwerken zentral verwalten wollen.

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