Zwei Drittel im Urlaub für den Chef erreichbar

Juli 8, 2024

50- bis 64-jährige Erwerbstätige führen laut BITKOM-Umfrage mit 73 Prozent die Statistik klar an

Laut einer Umfrage des Digitalverbands BITKOM (https://www.bitkom.org) sind zwei Drittel der Berufstätigen, die in diesem Jahr einen Sommerurlaub geplant haben, währenddessen auch dienstlich erreichbar. Unter den 50- bis 64-jährigen Erwerbstätigen sind 73 Prozent im Sommerurlaub beruflich erreichbar, unter den 16- bis 29-jährigen Berufstätigen sind es hingegen nur 51 Prozent.

Viele Motivationen

Über die Hälfte (59 Prozent) gibt an, erreichbar zu sein, weil Vorgesetzte dies erwarten. 51 Prozent sagen, ihre Kollegen erwarten es von ihnen, 46 Prozent sehen diesen Anspruch bei Kunden. Ein Viertel geht davon aus, dass Geschäftspartner Erreichbarkeit erwarten. 13 Prozent sind überzeugt, dass ihre Mitarbeiter es von ihnen erwarten. Nur 15 Prozent sagen, dass sie im Sommerurlaub von sich aus erreichbar sein möchten.

Meistens sind es ein Anruf oder eine Kurznachricht, die den Urlaub unterbrechen: Je rund zwei Drittel (65 Prozent) der Berufstätigen sind telefonisch beziehungsweise per Kurznachrichten wie SMS oder WhatsApp erreichbar. 29 Prozent lesen oder beantworten dienstliche Mails. Knapp ein Viertel (23 Prozent) ist per Videocall etwa über Facetime oder Zoom erreichbar, elf Prozent über Kollaborations-Tools wie Microsoft Teams oder Slack.

Nur für Dringendes

Auszeiten vom Job sollten laut BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder auch wirklich zur Erholung genutzt werden. “Der Urlaub sollte nur in dringenden Notfällen gestört werden. Arbeitgeber sind in der Verantwortung, Vertretungslösungen rechtzeitig zu organisieren sowie klare unternehmensinterne Regelungen für die Erreichbarkeit während Abwesenheiten abzustimmen”, unterstreicht der Branchenvertreter abschließend.

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