CES 2026: Infineon und Flex stellen Zonencontroller-Entwicklungskit für softwaredefinierte Fahrzeuge vor

Januar 3, 2026

Die Infineon Technologies AG und Flex intensivieren ihre Zusammenarbeit zur Beschleunigung softwaredefinierter Fahrzeuge (Software-Defined Vehicles, SDVs). Auf der CES 2026 präsentieren die beiden Unternehmen ein neues Zonencontroller-Entwicklungskit: ein modulares Referenzdesign für Zonensteuergeräte (Zone Control Units, ZCUs), das die Entwicklung moderner E/E-Architekturen deutlich vereinfacht und verkürzt.

Das Entwicklungskit basiert auf einem Baukastensystem aus wiederverwendbaren Komponenten mit rund 30 unterschiedlichen Bauteilen. Entwicklerinnen und Entwickler können damit verschiedene ZCU-Implementierungen flexibel konfigurieren und in kurzen Entwicklungszyklen vom Konzept bis zur Serienreife gelangen.

Zonensteuergeräte spielen in E/E-Architekturen der nächsten Generation eine zentrale Rolle, da sie zahlreiche unterschiedliche Peripheriegeräte verbinden und mit Energie versorgen. Da diese Peripheriegeräte je nach Fahrzeugplattform und -modell variieren, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die ZCUs. Bestehende Lösungen sind häufig nicht optimal auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten.

Das modulare Plattformkonzept von Infineon und Flex adressiert genau diese Herausforderung. Es erlaubt eine passgenaue Anpassung an individuelle Fahrzeugarchitekturen und bietet gleichzeitig ausreichend Spielraum für zukünftige Funktionsanforderungen. Dadurch lassen sich sowohl die Stückliste (Bill of Material, BOM) reduzieren als auch Entwicklungszeiten verkürzen.

Die Design-Plattform ermöglicht unter anderem die schnelle Evaluierung von mehr als 50 Stromverteilungs-, über 40 Konnektivitäts- sowie zehn Laststeuerungskanälen. Für leistungsstarke ZCU-Varianten mit hoher Ein- und Ausgangsdichte steht ein Plug-on-Modul mit zwei Mikrocontrollern zur Verfügung. Kunden können mit diesem Superset starten und das Design anschließend – je nach Funktionsumfang und Kostenrahmen – auf zwei kosteneffiziente MCUs oder sogar eine einzelne MCU reduzieren. Dieser Ansatz folgt dem Prinzip „Start groß, dann optimieren“, ohne Kompromisse bei Qualität oder Entwicklungsgeschwindigkeit einzugehen.

Das Zonencontroller-Entwicklungskit unterstützt alle wesentlichen Funktionen moderner Zonensteuerungen, darunter I²t-Überwachung (A²s), Überstrom- und Überspannungsschutz, kapazitives Lastschalten, Verpolungsschutz, sicheres Datenrouting mit Hardware-Beschleunigern, A/B-Swap für Over-the-Air-Updates sowie umfassende Cybersicherheitsfunktionen.

Die vorvalidierte Hardware kombiniert Automotive-Halbleiter von Infineon mit der Design-, Integrations- und Industrialisierungskompetenz von Flex. Zum Einsatz kommen unter anderem AURIX™-Mikrocontroller, OPTIREG™-Stromversorgungen, PROFET™- und SPOC™-Smart-Power-Switches sowie MOTIX™-Motorsteuerungslösungen. Der Software-Stack integriert zudem Lösungen von Vector und greift auf etablierte Werkzeuge für Embedded Software, Test und Systemintegration zurück.

Verfügbarkeit

Das Zonencontroller-Entwicklungskit kann ab sofort vorbestellt werden. Weitere Informationen sind unter
https://www.infineon.com/evaluation-board/FlexZoneXTM
sowie über den jeweiligen Infineon-Vertriebsansprechpartner erhältlich. Der Versand ist für Ende des ersten Quartals 2026 geplant. Interessierte können das System zudem im Infineon Meeting Room LVCC West W307 auf der CES 2026 kennenlernen.

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