Sicherheitsgewerbe NRW – ver.di lehnt Erhöhungen von insgesamt mindestens 12,2 Prozent ab

Dezember 19, 2023

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde konnte zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die rund 55.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in NRW kein Tarifabschluss erzielt werden. „Leider war es nicht möglich, mit ver.di einen Vertragsabschluss zu erzielen. Damit müssen unsere Mitarbeiter*innen weiterhin auf verdiente Lohnerhöhungen verzichten“, so Gunnar Vielhaack, Vorsitzender der Landesgruppe NRW des BDSW und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Die Tarifkommission des BDSW hat am gestrigen Tag eine Erhöhung für alle Beschäftigten von insgesamt mindestens 12,2 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 24 Monaten angeboten. Hinzu kamen Verbesserungen bei der Berechnung des Nachtzuschlages für fast alle Lohngruppen. Das Angebot der Arbeitgeber hätte eine Erhöhung von bis zu 14 Prozent bedeutet. Es ging damit über in diesem Jahr bereits mit ver.di für die Sicherheitsbranche in anderen Bundesländern vereinbarte Abschlüsse sogar noch hinaus und hätte den Beschäftigten Sicherheit für die nächsten zwei Jahre verschaffen können. Dennoch wurde es von ver.di abgewiesen.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Gewerkschaft wurden die Verhandlungen zunächst in kleiner Runde geführt. Diese Vorgehensweise kritisierte ver.di am Ende der Verhandlungen selbst und unterstellte den Arbeitgebern trotz mehrfacher Erhöhung des Angebotes gegenüber der letzten Verhandlungsrunde eine Blockadepolitik. 

„Wir waren heute abschlussbereit. Wegen der Verweigerungshaltung von ver.di müssen die Mitarbeiter*innen leider weiterhin auf Lohnerhöhungen warten“, so Vielhaack abschließend.

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