dormakaba investiert in den Standort Deutschland: Ausbildung und Produktion als Wachstumstreiber

Juli 21, 2026

Mehr als zehn Millionen Euro fließen in neues Ausbildungszentrum und moderne Fertigung in Ennepetal

Mit einer Investition von mehr als zehn Millionen Euro setzt dormakaba ein deutliches Signal für den Industriestandort Deutschland. Der weltweit tätige Anbieter von Zutrittslösungen und automatisierten Schließsystemen hat an seinem Standort in Ennepetal ein neues Ausbildungszentrum eröffnet und gleichzeitig die Produktionskapazitäten durch eine moderne Gehäusefertigung erweitert. Die Investitionen verfolgen dabei eine doppelte Strategie: Sie sollen den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften sichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion stärken.

Fachkräftesicherung als strategische Investition

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften zählt für viele Industrieunternehmen zu den größten Wachstumshemmnissen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die betriebliche Ausbildung zunehmend strategische Bedeutung. dormakaba verfolgt dabei einen langfristigen Ansatz und investiert gezielt in die Qualifizierung des eigenen Nachwuchses.

„Diese Investitionen liegen in unserem eigenen Interesse, denn wir bilden die Fachkräfte aus, die auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auf nationalen und internationalen Märkten stärken werden. Zugleich zeigt dormakaba damit seine gesellschaftliche Verantwortung, denn Ausbildung und Wissen sind zentrale Stabilitätsanker in einer Gesellschaft“, erklärt Till Reuter, CEO von dormakaba.

Mit dem neuen Ausbildungszentrum sollen künftig junge Fachkräfte direkt am Standort Ennepetal in mechanischen und elektrotechnischen Industrieberufen ausgebildet werden. Auf einer Fläche von mehr als 660 Quadratmetern entstanden moderne Schulungsräume sowie Werkstätten mit zeitgemäßer Ausstattung, darunter Fräs- und Drehmaschinen sowie mechatronische Systeme.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der engen Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Auszubildenden erwerben ihre Kenntnisse unmittelbar im Produktionsumfeld und sammeln bereits früh Erfahrungen in Bereichen wie Hydraulik, Pneumatik und Schweißtechnik. Durch die direkte Anbindung an die Fertigung lernen sie betriebliche Abläufe unter realen Bedingungen kennen.

Ausbildung gewinnt auch gesellschaftlich an Bedeutung

Die Investition erhält zusätzliche Bedeutung vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Region. Nachdem Bharat Forge CDP die Schließung seines Standorts in Ennepetal angekündigt hatte, übernahm dormakaba sämtliche zwölf Auszubildenden des ersten und zweiten Ausbildungsjahres.

Gleichzeitig beginnen nach aktuellem Stand weitere zwölf Nachwuchskräfte ihre Ausbildung an den Standorten Ennepetal und Wuppertal. Zum Ausbildungsstart im August 2026 absolvieren damit insgesamt 86 junge Menschen ihre Ausbildung am Standort Ennepetal – der überwiegende Teil in technischen Berufen. Deutschlandweit bildet das Unternehmen derzeit 112 Nachwuchskräfte aus.

Die Übernahme der Auszubildenden unterstreicht zugleich die Bedeutung regionaler Ausbildungsstrukturen für den Industriestandort. Während viele Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, entscheidet sich dormakaba bewusst dafür, vorhandene Ausbildungskapazitäten auszubauen und zusätzlich junge Talente aus anderen Unternehmen zu übernehmen.

Moderne Fertigung soll Lieferfähigkeit stärken

Parallel zum Ausbau der Ausbildung investiert dormakaba auch in die Modernisierung seiner Produktion. Am Standort Ennepetal wurde eine neue Gehäusefertigungsanlage für die Türschließer-Serien TS 98 XEA und ITS 96 in Betrieb genommen.

Mit der neuen Fertigung sollen Produktionskapazitäten erweitert und Fertigungsprozesse beschleunigt werden. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach seinen Produkten.

„Mit dieser und weiteren Investitionen stärken wir bewusst den Standort Deutschland und unsere Lieferfähigkeit. Mit der modernisierten Fertigung verbessern wir unsere Prozesse und reagieren auf die wachsende Nachfrage nach unseren Produkten“, erläutert Torsten Stolte, Geschäftsführer dormakaba Deutschland.

Gerade in Zeiten internationaler Lieferkettenrisiken gewinnt die Modernisierung europäischer Produktionsstandorte an Bedeutung. Unternehmen investieren verstärkt in automatisierte Fertigungsprozesse, um Lieferzeiten zu verkürzen und ihre Resilienz gegenüber globalen Störungen zu erhöhen.

Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland

Die Investitionen verdeutlichen, dass viele Industrieunternehmen trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin gezielt in deutsche Produktionsstandorte investieren. Dabei geht es zunehmend nicht nur um neue Maschinen oder Produktionskapazitäten, sondern um die Verbindung von Fertigung, Digitalisierung und Fachkräfteentwicklung.

Mit dem Ausbau der Ausbildung schafft dormakaba die personellen Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum, während die Modernisierung der Produktion die technologische Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Beide Maßnahmen ergänzen sich und verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Standort langfristig leistungsfähig aufzustellen.

Ausbildung und Produktion als gemeinsame Zukunftsstrategie

Der Fachkräftemangel und der steigende Innovationsdruck gehören zu den zentralen Herausforderungen der deutschen Industrie. Unternehmen stehen zunehmend vor der Aufgabe, qualifizierte Mitarbeiter selbst auszubilden und gleichzeitig ihre Produktionsprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Die Investitionen von dormakaba zeigen, dass beide Themen nicht getrennt betrachtet werden können. Moderne Fertigungstechnologien benötigen entsprechend qualifizierte Beschäftigte, während eine hochwertige Ausbildung von praxisnahen Produktionsumgebungen profitiert.

Mit der Kombination aus neuem Ausbildungszentrum und modernisierter Fertigung verfolgt dormakaba deshalb einen integrierten Ansatz, der sowohl die kurzfristige Produktionsfähigkeit als auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken soll. Gleichzeitig setzt das Unternehmen ein Signal für den Industriestandort Ennepetal und unterstreicht die Rolle betrieblicher Ausbildung als wesentlichen Faktor für nachhaltiges Wachstum in der deutschen Industrie.

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