Ein Monat Deutschlandticket: Hälfte der Fahrgäste bevorzugt Nutzung per

Juni 1, 2023

  • 4 von 10 Deutschen setzen auf digitale Chipkarte
  • Nur 5 Prozent wollen Deutschlandticket in Papierform

Ob auf dem Smartphone oder per Chipkarte: Einen Monat nach seinem Start wird das neue Deutschlandticket fast ausschließlich in digitaler Form genutzt. Die Hälfte der Deutschen (51 Prozent), die das als „49-Euro-Ticket“ bekannte Ticket gekauft hat oder dies plant, bevorzugt eine App. 41 Prozent nehmen lieber eine Chipkarte, auf der das Ticket digital abgespeichert ist. Nur 5 Prozent setzen auf ein Ticket in Papierform – unter den 16- bis 49-Jährigen ist es praktisch niemand (0 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 384 Personen, die das Deutschlandticket bereits gekauft haben oder es noch kaufen wollen. „Das Papier-Ticket ist ein Auslaufmodell. Die Mehrheit der Deutschen will Bus und Bahn „digital only“ nutzen. Das Deutschlandticket bietet jetzt die Chance zur Beschleunigung der digitalen Transformation des Verkehrs. Wir müssen grundsätzlich weg vom Papier und hin zu digitalen Tickets, die über alle Verkehrswege und Verkehrsmittel hinweg eingesetzt werden können“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Auch beim Kauf bevorzugt die breite Mehrheit eine digitale Lösung. Am beliebtesten sind die Apps der regionalen Verkehrsverbünde (32 Prozent), gefolgt von den Internetseiten der Deutschen Bahn beziehungsweise der Verkehrsverbünde (29 Prozent), der Deutsche-Bahn-App (9 Prozent) oder den Apps „Dein Deutschlandticket“ oder „Deutschlandticket App“ (8 Prozent). Weniger als jeder und jede Fünfte (16 Prozent) setzt beim Kauf auf den klassischen Schalter, zum Beispiel in den Reisezentren der Bahn. Berg: „Papiertickets an Automaten oder Schaltern sind nicht mehr zeitgemäß. Die Fahrgäste wollen beim Ticketkauf flexibel sein und nutzen deshalb lieber digitale Vertriebskanäle. Das Smartphone wird dabei zur Mobilitätszentrale, die auch zur Vernetzung des ÖPNV mit On-Demand und Sharing-Angeboten genutzt werden kann. Für die wenigen Reisenden ohne Smartphone gibt es mit der Chipkarte eine Alternative.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt, darunter 384 Personen, die das Deutschlandticket bereits gekauft haben bzw. es auf jeden Fall oder wahrscheinlich kaufen werden. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie das Deutschlandticket schon gekauft oder haben Sie vor es zu kaufen?“, „Wie werden Sie das Deutschlandticket nutzen bzw. wie würden Sie es am liebsten nutzen?“, „Wo haben Sie das Deutschlandticket gekauft bzw. wo werden Sie es kaufen?“

Related Articles

2D-LiDAR: Eine Frage des Platzes

2D-LiDAR: Eine Frage des Platzes

Navigieren in engen Räumen In der sich rasch entwickelnden Landschaft der Sensortechnologie entwickelt sich 2D-LiDAR zu einem entscheidenden Akteur, der innovative Lösungen für die räumlichen Herausforderungen in Überwachungs- und Sicherheitssystemen bietet. Da die...

Wie schädlich ist Geldwäsche?

Wie schädlich ist Geldwäsche?

Deutschland gilt als Paradies für Geldwäsche. Bisher fehlt jedoch Wissen über das Ausmaß und die ökonomischen Folgen. Forschende der Universität Trier wollen das nun ändern. Die Bundesrepublik hat ein Problem mit illegalen Finanztransaktionen. Um diesem Herr zu...

Share This