Königsdisziplin – Schutz und Sicherheit von Menschen

August 28, 2023

Beschädigte Scheiben im Eingangsbereich der Ausländerbehörde. Bildquelle: Landeshauptstadt Magdeburg

Bei einem Angriff auf die Ausländerbehörde in Magdeburg am 21. August sind mehrere Scheiben des Eingangsbereiches zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Der Täter, ein Asylbewerber, konnte von der Polizei gestellt werden. Er hatte mit dem Ständer einer Absperrung und unter Anwendung extremer Gewalt mehrere Scheiben eingeschlagen. Aufgrund der Schäden und der damit erforderlichen organisatorischen Neuaufstellung war die Ausländerbehörde am Folgetag geschlossen. „Schaut man sich die Schäden an, bekommt man ein Bild von der Aggressivität des Täters“, betont Cornelius Toussaint, geschäftsführender Gesellschafter der CONDOR Gruppe. Seine Mitarbeitenden erlebten bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr einen solchen Gewaltexzess. „Entsprechend müssen unsere Mitarbeitenden Erfahrung, Mut, Disziplin und Professionalität aufbringen, um Leib und Leben der Mitarbeitenden der Ausländerbehörde zu schützen“, so Mike Schattka, der als Teamleiter die Mitarbeiter und Aufträge der CONDOR seit vielen Jahre in Magdeburg betreut. Das sei nicht irgendeine Sicherheitsaufgabe. „Das ist die Königsdisziplin.“

„Die Aggressivität und das Verhalten machen mich fassungslos“, zeigt sich Oberbürgermeisterin Simone Borris bestürzt. „Das Verhalten des Mannes verurteile ich auf das Schärfste. Nach dem Vorfall im März dieses Jahres, als rund 20 Personen in die Ausländerbehörde eindringen wollten, wurde heute ein weiteres Mal eine Grenze überschritten. Die psychischen Folgen für unsere Beschäftigten können noch nicht abgeschätzt werden. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten ihr tägliches Arbeitspensum, das stetig ansteigt, unter einem hohen Druck. Sie sind dabei für die Umsetzung der entsprechenden Gesetze und Verordnungen verantwortlich und treten unseren ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern respektvoll gegenüber. Dies erwarte ich auch umgekehrt! Wir haben die Straftaten bei der Polizei angezeigt und dem Mann Hausverbot erteilt.“

Der zuständige Beigeordnete für Personal, Bürgerservice und Ordnung, Ronni Krug, hat sich umgehend vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht und mit den betroffenen Beschäftigten gesprochen. „Man kann sich sicher vorstellen, welche Auswirkungen so ein aggressives Verhalten auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Die Intensität der Gewalt und die Zerstörungswut gehen nicht spurlos an den Kolleginnen und Kollegen vorbei. Unser Dank gilt den Beschäftigten unseres Sicherheitsunternehmens, die durch ihr sofortiges und umsichtiges Handeln Schlimmeres verhindert haben. Bei der Aufarbeitung der heutigen Straftaten ist aber auch das Land Sachsen-Anhalt gefragt. Fast wöchentlich müssen die Ausländerbehörden neue Gesetze und Verordnungen umsetzen. Einen Unterstützungsausgleich gibt es vom Land jedoch nicht. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf. Zudem werden wir in den kommenden Tagen erneut Absprachen mit der Polizei zu Fragen rund um die Sicherheit des Gebäudes und vor allem der Beschäftigten führen müssen.“

„Natürlich freuen wir uns über das Lob von Herrn Ronni Krug“, so Toussaint weiter. „Aber ganz besonders freut es mich, dass keiner unserer Mitarbeitenden bei der Ausübung ihrer Sicherheitsaufgaben verletzt wurde.“ Gerne bietet die CONDOR Gruppe an, sich in den vom Beigeordneten Krug angekündigten Dialog mit der Polizei rund um das Thema Sicherheit einzubringen. „Schließlich sind wir an verschiedenen Standorten der Stadtverwaltung in Magdeburg präsent, wir wissen, welche Gefahren im Alltag auftauchen und können zum präventiven Lagebild der Polizei sinnstiftende Erkenntnisse beitragen. Zudem ist der kurze Draht zur Polizei ein wichtiger Aspekt zur Sicherheit unserer eigenen Mitarbeitenden“, so sind sich Cornelius Toussaint und Mike Schattka abschließend einig.

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