Hessen Innenminister Peter Beuth: „Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung stärken“

Januar 6, 2024

467 Sirenen-Maßnahmen mit mehr als 2,3 Millionen Euro in Hessen gefördert

Die Landesregierung hat den Ausbau der Warn-Infrastruktur in Hessen weiter vorangetrieben: Im Jahr 2023 unterstützte das Land die Ertüchtigung von insgesamt 467 Sirenen in rund 120 Kommunen mit rund zwei Mio. Euro. Damit hat das Land die Modernisierungsmaßnahmen der Warnsysteme in hessischen Städten und Gemeinden weiter fortgesetzt und gestärkt damit eine bedeutende Säule des Bevölkerungsschutzes. Hinzu kommen weitere rund 300.000 Euro an Bundesmitteln, die über das hessische Förderprogramm an die Kommunen weitergegeben werden.

„Die Bürgerinnen und Bürger werden bereits heute umfassend und schnell vor Gefahren gewarnt, beispielsweise über die App hessenWARN, Onlinenachrichtendienste, Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen oder auch Sirenen. Diese Warnmittel sind besonders wichtig, um auch jene Menschen zu erreichen, die möglicherweise keinen Zugang zu digitalen Warnsystemen wie Mobiltelefonen oder anderen Kommunikationsgeräten haben. Für die Kommunen ist es von besonderer Bedeutung, über wirksame Warnsysteme zu verfügen, die im Ernstfall schnell und effektiv eingesetzt werden können. Um die Kommunen bei der wichtigen Aufgabe weiterhin finanziell zu unterstützen, haben wir ein Sonderförderprogramm ‚Sirenen in Hessen‘ gestartet. Dies trägt dazu bei, die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung bei möglichen Gefahrensituationen zu stärken und ist deshalb für die Landesregierung von großer Bedeutung“, so Innenminister Peter Beuth.

Mit den Landes- und Bundesmitteln werden die Neuerrichtung elektronischer Sirenen in Mast- oder Dachmontage sowie die Umrüstung bestehender Sirenen auf moderne elektronische Sirenen zur Warnung und Entwarnung der Bevölkerung, die über das TETRA BOS-Netz angesteuert werden können, gefördert.

Wichtiger Faktor im Warnmittelmix des Landes

Sirenen werden als Warnmittel für die Bevölkerung und zur Alarmierung für die Feuerwehren betrieben. Sie besitzen als Warnmittel der Bevölkerung nach wie vor einen hohen Stellenwert und sind aufgrund ihres Weckeffekts und des Umstandes, dass sie nicht wie beispielsweise eine Warnapp weggelegt oder abgeschaltet werden können, ein wichtiger Faktor im Warnmittelmix des Landes Hessen.

Eine Sirene ist laut und dadurch innerhalb eines größeren Bereichs zu hören. Durch die charakteristischen Heultöne weisen Sirenen auf eine Gefahr oder auf das Ende einer Gefahr hin. Die gewarnten Personen können sich anschließend über weitere Quellen (Rundfunk, Warn-Apps, Webseiten etc.) über die Art der Gefahr und Verhaltensempfehlungen informieren.

Hessen verfügt dabei mit der hessenWARN-App um ein zusätzliches landeseigenes Warninstrument, das zuverlässig und flächendeckend über verschiedene Gefahrenlagen informiert. Das System, das in Hessen inklusive der Vorgänger-App „KatWARN“ aktuell von rund 785.000 Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, bietet Gefahren- und Katastrophenwarnungen verschiedener Behörden aus einer Hand, z.B. sind auch die Feuerwehren, Polizei sowie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie an hessenWARN beteiligt.

Jede Einzelmaßnahme wird mit 5.000 Euro gefördert. Für die folgenden 467 Maßnahmen wurden die Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von mehr als 2,3 Millionen Euro an die Kommunen versendet:

Landkreis Bergstraße

Insgesamt erhielten acht Kommunen 36 Zuwendungen in Gesamthöhe von 180.000 Euro:

  • Viernheim 65.000 Euro
  • Birkenau 35.000 Euro
  • Neckarsteinach 30.000 Euro
  • Gorxheimtal 20.000 Euro
  • Zwingenberg 15.000 Euro
  • Einhausen 5.000 Euro
  • Lampertheim 5.000 Euro
  • Lindenfels 5.000 Euro

Landkreis Darmstadt-Dieburg

Insgesamt erhielten zwei Kommunen zwei Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 Euro:

  • Modautal 5.000 Euro
  • Reinheim 5.000 Euro

Landkreis Fulda

Insgesamt erhielten fünf Kommunen elf Zuwendungen in Gesamthöhe von 55.000 Euro:

  • Eichenzell 15.000 Euro
  • Kalbach 15.000 Euro
  • Fulda 10.000 Euro
  • Hofbieber 10.000 Euro
  • Großenlüder 5.000 Euro

Landkreis Gießen

Insgesamt erhielten vier Kommunen 24 Zuwendungen in Gesamthöhe von 120.000 Euro:

  • Buseck 45.000 Euro
  • Pohlheim 40.000 Euro
  • Rabenau 30.000 Euro
  • Reiskirchen 5.000 Euro

Landkreis Groß-Gerau

Insgesamt erhielten drei Kommunen sieben Zuwendungen in Gesamthöhe von 35.000 Euro:

  • Trebur 25.000 Euro
  • Gernsheim 5.000 Euro
  • Raunheim 5.000 Euro

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Insgesamt erhielten zwei Kommunen zwei Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 Euro:

  • Bebra 5.000 Euro
  • Breitenbach a.H. 5.000 Euro

Hochtaunuskreis

Insgesamt erhielten fünf Kommunen neun Zuwendungen in Gesamthöhe von 45.000 Euro:

  • Friedrichsdorf 15.000 Euro
  • Oberursel 15.000 Euro
  • Kronberg 5.000 Euro
  • Steinbach 5.000 Euro
  • Weilrod 5.000 Euro
  • Stadt Kassel 30.000 Euro

Landkreis Kassel

Insgesamt erhielten neun Kommunen 37 Zuwendungen in Gesamthöhe von 185.000 Euro:

  • Vellmar 40.000 Euro
  • Lohfelden 35.000 Euro
  • Trendelburg 30.000 Euro
  • Wolfhagen 25.000 Euro
  • Bad Karlshafen 15.000 Euro
  • Söhrewald 15.000 Euro
  • Fuldatal 10.000 Euro
  • Hofgeismar 5.000 Euro
  • Liebenau 10.000 Euro

Lahn-Dill-Kreis

Insgesamt erhielten zehn Kommunen 93 Zuwendungen in Gesamthöhe von 465.000 Euro:

  • Wetzlar 105.000 Euro
  • Haiger 95.000 Euro
  • Dillenburg 65.000 Euro
  • Ehringshausen 55.000 Euro
  • Greifenstein 30.000 Euro
  • Dietzhölztal 25.000 Euro
  • Hüttenberg 25.000 Euro
  • Solms 25.000 Euro
  • Braunfels 20.000 Euro
  • Herborn 20.000 Euro

Landkreis Limburg-Weilburg

Insgesamt erhielten vier Kommunen 28 Zuwendungen in Gesamthöhe von 140.000 Euro:

  • Limburg a. d. Lahn 105.000 Euro
  • Selters (Taunus) 20.000 Euro
  • Bad Camberg 10.000 Euro
  • Elbtal 5.000 Euro

Main-Kinzig-Kreis

Insgesamt erhielten neun Kommunen 41 Zuwendungen in Gesamthöhe von 205.000 Euro:

  • Nidderau 50.000 Euro
  • Steinau an der Straße 40.000 Euro
  • Flörsbachtal 25.000
  • Bad Soden-Salmünster 20.000 Euro
  • Brachtal 20.000 Euro
  • Langenselbold 15.000 Euro
  • Rodenbach 15.000 Euro
  • Schlüchtern 15.000 Euro
  • Gelnhausen 5.000 Euro

Main-Taunus-Kreis

Insgesamt erhielten zwei Kommunen sechs Zuwendungen in Gesamthöhe von 30.000 Euro:

  • Hattersheim am Main 20.000 Euro
  • Kelkheim (Taunus) 10.000 Euro

Landkreis Marburg-Biedenkopf

Insgesamt erhielten drei Kommunen elf Zuwendungen in Gesamthöhe von 55.000 Euro:

  • Fronhausen 30.000 Euro
  • Ebsdorfergrund 15.000 Euro
  • Stadtallendorf 10.000 Euro

Odenwaldkreis

Insgesamt erhielten vier Kommunen 17 Zuwendungen in Gesamthöhe von 85.000 Euro:

  • Oberzent 35.000 Euro
  • Brombachtal 30.000 Euro
  • Lützelbach 15.000 Euro
  • Mossautal 5.000 Euro

Landkreis Offenbach

Insgesamt erhielten drei Kommunen zwölf Zuwendungen in Gesamthöhe von 60.000 Euro:

  • Rödermark 40.000 Euro
  • Dietzenbach 10.000 Euro
  • Heusenstamm 10.000 Euro

Rheingau-Taunus-Kreis

Insgesamt erhielten fünf Kommunen 24 Zuwendungen in Gesamthöhe von 120.000 Euro:

  • Heidenrod 70.000 Euro
  • Eltville an Rhein 15.000 Euro
  • Niedernhausen 15.000 Euro
  • Taunusstein 10.000 Euro
  • Waldems 10.000 Euro

Schwalm-Eder-Kreis

Insgesamt erhielten acht Kommunen 26 Zuwendungen in Gesamthöhe von 130.000 Euro:

  • Melsungen 50.000 Euro
  • Bad Zwesten 25.000 Euro
  • Niedenstein 25.000 Euro
  • Neukirchen 10.000 Euro
  • Homberg (Efze) 5.000 Euro
  • Knüllwald 5.000 Euro
  • Schrecksbach 5.000 Euro
  • Willingshausen 5.000 Euro

Vogelsbergkreis

Insgesamt erhielten fünf Kommunen 26 Zuwendungen in Gesamthöhe von 130.000 Euro:

  • Freiensteinau 60.000 Euro
  • Schwalmtal 30.000 Euro
  • Lauterbach 25.000 Euro
  • Grebenau 10.000 Euro
  • Herbstein 5.000 Euro

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Insgesamt erhielten vier Kommunen 14 Zuwendungen in Gesamthöhe von 70.000 Euro:

  • Volkmarsen 40.000 Euro
  • Battenberg 20.000 Euro
  • Haina (Kloster) 5.000 Euro
  • Lichtenfels 5.000 Euro

Werra-Meißner-Kreis

Insgesamt erhielten drei Kommunen drei Zuwendungen in Gesamthöhe von 15.000 Euro:

  • Herleshausen 5.000 Euro
  • Hessisch Lichtenau 5.000 Euro
  • Witzenhausen 5.000 Euro

Wetteraukreis

Insgesamt erhielten sieben Kommunen 29 Zuwendungen in Gesamthöhe von 145.000 Euro:

  • Butzbach 85.000 Euro
  • Karben 25.000 Euro
  • Friedberg (Hessen) 10.000 Euro
  • Wöllstadt 10.000 Euro
  • Gedern 5.000 Euro
  • Ober-Mörlen 5.000 Euro
  • Rockenberg 5.000 Euro

Landeshauptstadt Wiesbaden

15.000 Euro

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