MWC 2024: Telekom zeigt neueste Version des „Mobilfunk-Mast-to-go“

Februar 25, 2024

Beim MWC 2024 informiert die Telekom an ihrem Stand über den ultramobilen Mobilfunk-Container. © Deutsche Telekom

  • Ultramobiler Sendemast für temporäre Mobilfunkversorgung auf Firmengeländen, Großbaustellen oder Events
  • Jetzt noch mehr Flexibilität und Kapazität dank Sektor-Antenne und mehr Frequenzen 
  • Einsatz kompakter Container-Lösung auch bei UEFA EURO 2024™ geplant

Große Bühne, kompakte Technik: Die Telekom stellt auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona den neuen „Mobilfunk-Mast-to-go“ erstmals vor internationalem Publikum vor. Der ultramobile Mast bringt Mobilfunk schnell dahin, wo er kurzfristig benötigt wird: Auf Firmengelände oder Großveranstaltungen, aber auch in Katastrophengebiete. Der Mobilfunk-Mast-to-go ist deutlich kleiner und leichter als bisherige Lösungen. Eine weiterentwickelte Version sorgt jetzt mit neuer Technik für eine noch flexiblere Mobilfunkabdeckung und höhere Kapazitäten.

Sektor-Antennen für gezieltere Mobilfunk-Abdeckung

Die auf dem MWC präsentierte neue Version des Mobilfunk-Masts-to-go zeichnet sich durch eine sektorisierte Antenne aus. Anders als bei der bisher genutzten Rundstrahlantenne ermöglicht diese mit bis zu drei Sektoren, bestimmte Bereiche gezielter auszuleuchten, um eine verbesserte Mobilfunk-Abdeckung zu gewährleisten. Die sektorisierte Antenne kann ihr Signal dann nicht mehr nur kreisförmig abstrahlen, sondern direkt in die gewünschte Richtung. Zudem liefern die drei Sektoren insgesamt mehr Mobilfunk-Kapazität – durch bis zu drei verfügbare Frequenzbereiche. Das ist bei Einsatzszenarien wie Festivals oder Großevents mit vielen Menschen besonders wichtig, um eine reibungslose leistungsstarke Mobilfunk-Abdeckung zu gewährleisten. Die ultramobile Mobilfunklösung unterstützt sowohl 5G als auch LTE und ermöglicht es, die Antennen bis auf acht Meter Höhe auszufahren.

Mehr Frequenzen – Mehr Einsatzszenarien

Mit der neuen Antennen-Technik sind jetzt mehr Mobilfunk-Frequenzen nutzbar. Die erste Version des kompakten Sendemasts ermöglichte bisher LTE und 5G über Frequenzen im Bereich 2,6 und 3,6 Gigahertz. Die Antennen der neuen Version funken jetzt auch bei 1,8 und 2,1 Gigahertz sowie auf den exklusiven 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 Gigahertz. Diese sogenannten „Industriefrequenzen“ werden von der Bundesnetzagentur zugeteilt und kommen in Campus-Netzen von Geschäftskunden zum Einsatz – beispielsweise für den maschinellen Datenverkehr in der vernetzen Produktion. Somit lässt sich die neuste Version des Micro-Container noch besser in solche privaten 5G-Netze integrieren.

Kompakter Helfer: Mobilfunk aus dem Micro-Container 

Auch für die neueste Version gilt: Die gesamte Mobilfunk-Sendetechnik passt in einen kompakten Micro-Container (Länge: 1,6 Meter, Breite: 2 Meter, Höhe: 2,6 Meter), was den Transport und Aufbau erleichtert. Innerhalb von weniger als einer Stunde kann der Mast von einer Person aufgebaut und sofort einsatzbereit gemacht werden. Im Vergleich zu einem Standard-Container ist der Mobilfunk-Mast-to-Go nur ein Drittel so schwer und benötigt deutlich weniger Platz. Der Micro-Container kann an eine lokale Stromversorgung angeschlossen oder über jede andere mobile Energiequelle betrieben werden. Die Anbindung ans Datennetz ist sowohl über Glasfaser als auch per Richtfunk möglich. Auch eine Anbindung per Satellit ist je nach Einsatzzweck realisierbar.

5G für Fußball-Fans: Einsatz bei der UEFA EURO 2024 

Der nächste große Auftritt des Mobilfunk-Mast-to-go vor internationalem Publikum folgt im Sommer 2024: Während der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland setzt die Telekom die flexible Mobilfunk-Lösung ein, um zusätzliche Abdeckung an Fan-Standorten sicherzustellen und ein bestmögliches Kundenerlebnis zu gewährleisten. Denn: Als offizieller Telekommunikations-Partner der UEFA EURO 2024 sorgt die Telekom für das beste Netz – insbesondere in allen Stadien, Fan-Meilen und Mannschaftsquartieren. Für die Fußball-Fans optimiert die Telekom ihr Mobilfunknetz an insgesamt 430 Orten. Dazu setzt sie auf temporäre Lösungen wie den Mobilfunk-Mast-to-go, erweitert aber auch Kapazitäten an bestehenden Standorten oder baut neue auf. Durch diese Maßnahmen verstärkt die Telekom mehr als 13.000 Zellen im Mobilfunknetz.

Praxistests: Unternehmen nutzen Vorteile des Mobilfunk-Masts-to-go

Nach ersten erfolgreichen Praxistest auf Festivals und Großveranstaltungen hatte die Deutsche Telekom einen kostenlosen Prototypen-Test für Geschäftskunden angeboten. Rund ein Dutzend Kunden konnten bereits oder können derzeit so von den Vorteilen dieser Innovation „made by Telekom“ profitieren. Dazu zählt etwa Implenia, ein führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister: Das Unternehmen versorgt eine im Tal gelegene Brückenbaustelle mit 5G und 4G/LTE. Auch flaschenpost SE, ein Lieferdienst für Getränke und Lebensmittel aus Münster, befindet sich unter den Testern. Dieser nutzt die zusätzliche 5G-Versorgung innerhalb einer Logistikhalle, um die betrieblichen Prozesse zu digitalisieren und zu beschleunigen.
Nach dem Erfolg der bisherigen Tests und der großen Nachfrage bietet die Telekom den ultramobilen Sendemast bereits kommerziell an. Interessierte Geschäftskunden können sich für weitere Informationen an iot.telekom.com/de/kontakt wenden oder auf dem Mobile World Congress die Expert*innen am Stand der Telekom ansprechen. 

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