Status quo: Perimeter Protection im Jahr 2022

Januar 13, 2023

Bei der Perimetersicherheit sind derzeit mehrere Trends zu beobachten: So hat zum einen der Einsatz der Videotechnik erheblich zugenommen und zum anderen wird die Integration von zusätzlichen, technischen Lösungen verstärkt. So setzen die Anwender vermehrt auf den Einsatz von Sensoren und kombinierbaren Technologien. So versucht man präventiv ausgerichtete Lösungen wie Wärmekameras oder Radaranwendungen in Lösungskonzepte einzubeziehen. In Kombination mit Beleuchtungskonzepten und Audioanwendungen ist eine Abschreckung gegenüber Kriminellen effizient möglich.

Dabei ist besonders wichtig, dass angewendete Technologien in der Standardisierung offen gestaltet sind. Durch die vorhandenen IP-Strukturen ergeben sich wieder neue Risikostrukturen. Angesichts der Tatsache, dass jeder Endpunkt des Netzwerks eine potenzielle Schwachstelle für die Cybersicherheit darstellt, und wegen der allgemeinen Bedrohungspotentiale durch Cyberangriffe müssen sowohl die physische als auch die IT-Sicherheit ganzheitlich betrachtet werden.

Sicherheitslösungen für spezifische Anwendungen

Eine besondere Rolle spielt die Sicherheit in der Umgebung kritischer Infrastrukturen (KRITIS) im Alltag, um die wirtschaftliche und soziale Stabilität zu untermauern. Besonders Versorgungsdienstleistungen stehen im Mittelpunkt von Schutzkonzepten und das Ziel ist, diese sicher und effizient bereitzustellen. Damit. Stellt die Perimeter Sicherheit eine geeignete Technologie zum Schutz von Bürgern, Passagieren, Daten und Vermögenswer- ten dar und verhindert Betriebsunterbrechungen von entsprechenden Anlagen. Auch Verkehrsstrukturen, wie beispielsweise See- und Flughäfen, gehören zu den zu schützenden Anlagen. Risiken von Terrorismus und anderen Bedrohungen und Schwachstellen sind viele exponierte Einrichtungen ausgesetzt.

KI-gesteuerte Sicherheitssysteme

KI hat die Geräte intelligenter gemacht. Aufgrund von Daten und Systemintelligenz können schnellere und effektivere Entscheidungen als je zuvor. Auf einer Plattform laufen nun die Überwachungsergebnisse von verschiedenen Sicherheitssystemen und Tausenden von Kameras und Sensoren zusammen. Durch die Unterstützung der Integration beliebiger Geräte, Dienste oder Lösungen und die Zusammenführung von Daten in einem einzigen Bereich können Unternehmen ein anderes Sicherheitslevel erreichen.  

Videotechnologie ist wichtiger denn je

Die Videoüberwachungstechnologie ist Teil einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie. Kameras ergänzen das Sicherheitspersonal und ermöglichen den Betreibern eine effektive Echtzeitüberwachung und Alarmmanagement, während gleichzeitig ermitt- lungstechnische und forensische Da-ten gesammelt werden können. Außerdem sind koordinierte Notfallreaktionen möglich.  

Die Kombination aus wertvollen Video- und Sicherheitstools ermöglicht es Anwendern, durch intelligente Datenerfassung vitalere Sicherheitsprogramme aufzubauen. Die funktionsreiche Videobetrachtung und die richtlinienbasierte Verteilung verbessern das Notfallmanagement, während containerisierte Videomanage- ment-Plattformen als intuitive Plattform dienen, die ein neues Maß an Situationsbewusstsein fördert und eine schnelle Reaktion ermöglicht. 

Da viele unternehmenskritische Einrichtungen Personal abbauen mussten und auch nicht auf neues Sicherheitspersonal zurückgreifen können, ist die Nachfrage nach Videotechnologien sprunghaft angestiegen.“

Die Zukunft

Wie in vielen anderen Bereichen der physischen Sicherheit gibt es auch bei Perimetersystemen immer mehr intelligente Geräte, integrierte Lösungen und datengesteuerte Prozesse. Die Gewährleistung der Cybersicherheit ist unumgänglich geworden, und Systemintegratoren beginnen, dies als Teil ihrer Dienstleistungen anzubieten. KI und Videotechnologie sind wichtiger denn je, da sie den Betreibern verwertbare Erkenntnisse liefern und es ihnen ermöglichen, schneller und effizienter zu reagieren.

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