Integration statt Neuverkabelung: Bestandsmelder effizient in Funkarchitekturen einbinden

März 3, 2026

Bei der Modernisierung oder Erweiterung bestehender Einbruchmeldeanlagen kommt es immer wieder zu Projektverzögerungen, weil vorhandene Verkabelungen in Bestandsgebäuden nicht ohne Weiteres weiterverwendet werden können. Eine vollständige Neuverkabelung ist insbesondere in sensiblen oder denkmalgeschützten Objekten technisch aufwendig und wirtschaftlich häufig nicht vertretbar. Gleichzeitig besteht vielfach der Anspruch, vorhandene drahtgebundene Melder weiterhin zu nutzen.

Funkbasierte Systeme bieten zwar hohe Flexibilität und reduzieren Installationszeiten deutlich, führen jedoch bei hybriden Szenarien oftmals zu parallelen Systemstrukturen oder zusätzlicher Zentralen-Hardware. Genau an dieser Schnittstelle setzt der ACX-210 von SATEL an.

Das kompakte Modul integriert bis zu vier drahtgebundene Melder (NO, NC, EOL, 2EOL) direkt in das BE WAVE Funksystem. Eine zusätzliche Zentrale ist hierfür nicht erforderlich. Ergänzend stehen vier programmierbare Ausgänge zur Verfügung, die lokale Steuerungs- oder Schaltaufgaben ermöglichen.

Die Spannungsversorgung von 4–24 V DC erlaubt die Einbindung in bestehende Infrastruktur, wodurch vorhandene Stromversorgungen weiter genutzt werden können. Mit Abmessungen von lediglich 21 × 41 × 13 mm eignet sich das Modul auch für Installationssituationen mit begrenztem Bauraum, etwa innerhalb vorhandener Gehäuse oder Unterputzinstallationen.

Für Errichterbetriebe entsteht daraus ein klarer betriebswirtschaftlicher Vorteil: Die Projektumsetzung wird beschleunigt, der Material- und Installationsaufwand reduziert sich, und Bestandskomponenten lassen sich wirtschaftlich sinnvoll in moderne Funkarchitekturen integrieren. Gleichzeitig wird die Konformität mit EN 50131 Grad 2 gewährleistet.

Der Ansatz verdeutlicht einen zunehmend relevanten Trend in der Sicherheitstechnik: Die intelligente Verbindung bestehender drahtgebundener Infrastruktur mit skalierbaren Funklösungen, ohne vollständige Systemmigration oder strukturelle Eingriffe in die Gebäudesubstanz.

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