it-sa 2026: Ransomware-Recovery und koordinierte Cybernotfallhilfe rücken in den Fokus

Oktober 28, 2026

Die Wiederherstellung geschäftskritischer Daten nach Cyberangriffen gewinnt innerhalb der IT-Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Auf der it-sa Expo&Congress 2026 in Nürnberg stehen deshalb neben präventiven Schutzmaßnahmen auch die technische Datenrettung und die koordinierte Bewältigung schwerwiegender Sicherheitsvorfälle im Mittelpunkt. Der Leipziger Datenrettungsspezialist DATA REVERSE zieht zur Halbzeit der Fachmesse ein positives Zwischenfazit. Besonders die Wiederherstellung beschädigter Backup-Umgebungen und die Zusammenarbeit spezialisierter Cybernotfalldienstleister prägen nach Unternehmensangaben die bisherigen Fachgespräche.

Die it-sa Expo&Congress findet vom 27. bis 29. Oktober 2026 im Messezentrum Nürnberg statt. Nach Angaben der NürnbergMesse wird mit erstmals mehr als 1.000 Ausstellern gerechnet, gegenüber 993 Unternehmen im Vorjahr. Alle fünf Messehallen sind ausgebucht, rund 30 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die Entwicklung verdeutlicht die internationale Bedeutung der Veranstaltung als Treffpunkt der Cybersicherheitsbranche. Für DATA REVERSE steht dabei insbesondere eine Frage im Vordergrund: Wie können Unternehmen nach einem erfolgreichen Angriff ihre Datenbestände wiederherstellen und den Geschäftsbetrieb möglichst schnell und kontrolliert aufnehmen?

Ransomware-Angriffe erschweren die Wiederherstellung

Nach Beobachtung von DATA REVERSE konzentrieren sich die bisherigen Messegespräche mit Systemhäusern, IT-Dienstleistern und Sicherheitsverantwortlichen verstärkt auf komplexe Wiederherstellungsszenarien nach Ransomware-Angriffen. Neben klassischen Datenverlusten durch Hardwaredefekte oder beschädigte Speichersysteme geht es insbesondere um virtuelle Infrastrukturen und beeinträchtigte Backup-Bestände, darunter auch Umgebungen mit Veeam-Sicherungen.

Die technische Herausforderung entsteht vor allem dann, wenn Angreifer nicht nur Produktivsysteme verschlüsseln, sondern zugleich Backup-Repositories beschädigen, löschen oder unbrauchbar machen. In solchen Fällen kann eine reguläre Datenwiederherstellung scheitern, obwohl ursprünglich Sicherungen vorhanden waren. Ob sich Daten noch rekonstruieren lassen, hängt unter anderem vom Zustand der verbliebenen Datenstrukturen, der Vollständigkeit der Backup-Ketten und der Integrität einzelner Dateien ab. Eine erfolgreiche Rettung ist deshalb nicht in jedem Schadensfall möglich.

Für Unternehmen unterstreicht dies die Notwendigkeit einer umfassenden Wiederherstellungsstrategie. Regelmäßige Backups allein gewährleisten noch keine ausreichende Cyberresilienz. Entscheidend sind zusätzlich geschützte und möglichst unveränderbare Sicherungskopien, getrennte Zugriffsberechtigungen sowie regelmäßig überprüfte Wiederherstellungsverfahren. Ebenso wichtig ist die Abstimmung mit der IT-Forensik, damit bei der Wiederaufnahme des Betriebs keine relevanten Spuren eines Angriffs verloren gehen oder kompromittierte Systeme erneut eingebunden werden.

Cybernotfall24 bündelt spezialisierte Dienstleistungen

Einen weiteren Schwerpunkt des Messeauftritts bildet die erstmals gemeinsam präsentierte Initiative Cybernotfall24. Unter dieser Marke arbeiten die Unternehmen aconitas, Schneider & Wulf und DATA REVERSE zusammen. Das Angebot verbindet Kompetenzen aus Incident Response, IT-Forensik, IT-Sicherheit und professioneller Datenrettung. Ziel ist es, betroffenen Unternehmen im Cybernotfall einen koordinierten Zugang zu unterschiedlichen Spezialisten zu ermöglichen.

Der Ansatz adressiert eine zentrale organisatorische Herausforderung bei schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen. Während Incident-Response-Teams Angriffswege untersuchen, kompromittierte Systeme isolieren und die weitere Ausbreitung verhindern, müssen parallel die Voraussetzungen für eine sichere Wiederherstellung geschaffen werden. Diese Aufgaben erfordern unterschiedliche Kompetenzen, sind jedoch technisch und zeitlich eng miteinander verbunden. Für Systemhäuser und IT-Dienstleister kann die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern insbesondere dann relevant werden, wenn umfangreiche forensische Untersuchungen oder komplexe Datenrekonstruktionen die eigenen Kapazitäten übersteigen.

Ob sich das Kooperationsmodell langfristig bewährt, hängt wesentlich von klaren Zuständigkeiten, abgestimmten Reaktionsprozessen und einer verlässlichen Kommunikation zwischen den beteiligten Dienstleistern ab. Denn gerade im Cybernotfall entscheidet nicht allein die Verfügbarkeit technischer Expertise, sondern auch deren koordinierter Einsatz über die Dauer einer Betriebsunterbrechung.

Cyberresilienz wird zur Frage der Wiederanlauffähigkeit

Das Zwischenfazit von DATA REVERSE zeigt, welche Bedeutung die Wiederherstellungsfähigkeit innerhalb der betrieblichen IT-Sicherheitsplanung einnimmt. Die Einschätzungen beruhen auf den bisherigen Messekontakten des Unternehmens und stellen keine repräsentative Erhebung zum gesamten Cybersicherheitsmarkt dar. Sie verdeutlichen jedoch eine wesentliche Herausforderung: Unternehmen müssen nicht nur verhindern, dass Angriffe erfolgreich sind, sondern auch für den Fall vorsorgen, dass Schutzmaßnahmen überwunden werden.

Für die betriebliche Praxis rücken damit Wiederanlaufzeiten, die Verfügbarkeit unverfälschter Sicherungen und die Abstimmung zwischen Sicherheitsmanagement, IT-Betrieb und externen Spezialisten stärker in den Mittelpunkt. Die wirtschaftlichen Folgen eines Ransomware-Angriffs hängen schließlich nicht allein vom unmittelbaren Datenverlust ab, sondern auch von Produktionsausfällen, eingeschränkter Dienstleistungsfähigkeit und der Dauer der Wiederherstellung.

DATA REVERSE ist noch bis zum 29. Oktober 2026 am Gemeinschaftsstand 8-118 in Halle 8 vertreten. Das Unternehmen betreibt ein Datenrettungslabor in Leipzig und ist nach ISO 9001 sowie ISO/IEC 27001 zertifiziert.

Die zentrale Erkenntnis für Unternehmen lautet: Cyberresilienz endet nicht bei der erfolgreichen Abwehr eines Angriffs. Sie zeigt sich vor allem darin, wie kontrolliert, sicher und schnell sich geschäftskritische Systeme nach einem Sicherheitsvorfall wiederherstellen lassen.

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