Führungswechsel beim Polizeipräsidium Mannheim: Jennifer Lautensack übernimmt zum 1. August 2026 die Leitung des Führungs- und Einsatzstabes und wird zugleich stellvertretende Dienststellenleiterin. Die Leitende Polizeidirektorin folgt auf Renato Gigliotti, der als Polizeipräsident nach Ravensburg gewechselt ist.
Mannheim – Das Polizeipräsidium Mannheim bekommt eine neue stellvertretende Leiterin. Jennifer Lautensack übernimmt zum 1. August 2026 die Leitung des Führungs- und Einsatzstabes und zugleich die Vertretung von Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer. Die 45-Jährige wechselt vom Polizeipräsidium Pforzheim, wo sie derzeit die Schutzpolizeidirektion leitet.
Am 30. Juli überreichte Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz Lautensack das Bestellungs- und Beauftragungsschreiben. Sie folgt in Mannheim auf Renato Gigliotti, der an die Spitze des Polizeipräsidiums Ravensburg gewechselt ist.
Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel würdigte Lautensack als erfahrene und entscheidungsstarke Führungspersönlichkeit. Sie sei fachlich versiert, bewahre auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf und verbinde „nahbare Autorität und wertschätzende Führung“. In ihren bisherigen Funktionen habe sie sich für eine Spitzenposition innerhalb der Polizei bewährt.
Mit ihrer neuen Aufgabe übernimmt Lautensack eine zentrale Position in der Führungsstruktur des Polizeipräsidiums. Die stellvertretende Dienststellenleitung ist in wesentliche Führungsprozesse eingebunden und vertritt die Präsidiumsleitung. Bei den regionalen Polizeipräsidien in Baden-Württemberg ist die Funktion zugleich mit der Leitung einer weiteren Organisationseinheit verbunden – in Mannheim wird Lautensack den Führungs- und Einsatzstab verantworten.
Erfahrung in Polizeiführung und Kriminalprävention
Lautensack verfügt über langjährige Erfahrung sowohl im operativen Polizeidienst als auch auf strategischer Ebene. Die 1981 geborene Polizeibeamtin trat 2001 in den gehobenen Polizeivollzugsdienst des Landes Baden-Württemberg ein und stieg 2015 in den höheren Polizeivollzugsdienst auf.
Anschließend war sie beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg stellvertretende Leiterin des Stabsbereichs Grundsatz, Gremien und Geheimschutz. 2016 wechselte sie in das Innenministerium Baden-Württemberg und übernahm dort zunächst die Leitung des Büros des Staatssekretärs.
Ab 2020 leitete Lautensack im Referat Kriminalitätsbekämpfung die Gemeinsame Zentralstelle Kommunale Kriminalprävention. 2022 übernahm sie die Koordinierungsstelle „Präventiv und offensiv gegen Hasskriminalität, Antisemitismus und Extremismus“ (KoSt PolAr) und führte das Referat 32 zeitweise kommissarisch.
Seit 2024 steht Lautensack an der Spitze der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Pforzheim. Mit dem Wechsel nach Mannheim übernimmt sie nun eine der zentralen Führungsfunktionen innerhalb des regionalen Polizeipräsidiums.

