Neue CLIQ Reader und Updater erweitern digitale Zutrittskontrolle auf Außenbereiche und Drittanwendungen

Mai 7, 2026

ASSA ABLOY baut das Einsatzspektrum programmierbarer CLIQ-Schlüssel für vernetzte Sicherheitsarchitekturen weiter aus

Mit neuen CLIQ Readern und Updatern erweitert ASSA ABLOY die Einsatzmöglichkeiten seines CLIQ-Zutrittsmanagementsystems deutlich. Die neuen Komponenten ermöglichen es Unternehmen und Betreibern, programmierbare CLIQ-Schlüssel künftig einfacher auch für Außenbereiche, Drittanwendungen und komplexere Zutrittsszenarien einzusetzen. Dabei adressiert der Hersteller insbesondere die steigenden Anforderungen an flexible, sichere und skalierbare Zutrittsarchitekturen in vernetzten Gebäuden und kritischen Infrastrukturen.

Die neuen Geräte sind sowohl mit den vollelektronischen eCLIQ-Lösungen als auch mit den elektromechanischen PROTEC2 CLIQ-Systemen kompatibel. Ziel ist es, die Verwaltung digitaler Schlüssel und die sichere Aktualisierung von Berechtigungen weiter zu vereinfachen – sowohl innerhalb von Gebäuden als auch an externen Zugangspunkten.

Digitale Schlüssel werden zur zentralen Steuerungskomponente

Die Entwicklung verdeutlicht einen grundlegenden Trend moderner Zutrittskontrollsysteme: Der physische Schlüssel entwickelt sich zunehmend zu einem intelligenten, programmierbaren Sicherheitsträger innerhalb vernetzter Sicherheitsarchitekturen.

Während klassische mechanische Schließsysteme primär statische Zutrittsrechte verwalteten, ermöglichen digitale Schließ- und Schlüsselplattformen heute zeitbasierte Berechtigungen, dynamische Rechtevergabe sowie zentrale Sicherheitssteuerung über Softwareplattformen.

Mit den neuen CLIQ Readern erweitert ASSA ABLOY diese Architektur nun auf zusätzliche Anwendungsszenarien. Die Reader fungieren dabei als Schnittstelle zwischen programmierbaren CLIQ-Schlüsseln und elektrisch gesteuerten Zutrittssystemen.

Der Bedienprozess wurde bewusst vereinfacht: Nutzer müssen den Schlüssel lediglich einstecken und auf die visuelle Bestätigung über die integrierte LED warten. Ein Drehen des Schlüssels entfällt, wodurch mechanischer Verschleiß reduziert werden soll.

Integration in moderne Gebäude- und Sicherheitsinfrastrukturen

Besonders relevant ist die Erweiterung im Kontext moderner Gebäudetechnik und integrierter Sicherheitsplattformen. Die neuen Reader lassen sich mit einer Vielzahl elektrisch gesteuerter Zutrittssysteme verbinden – darunter elektrische Türöffner, motorisierte Schlösser, automatische Drehtüren, Schiebetüren oder Aufzugssteuerungen.

Dadurch entwickelt sich CLIQ zunehmend von einem klassischen Schließsystem zu einer flexiblen Zutrittsplattform für hybride Gebäudearchitekturen.

Laut ASSA ABLOY werden die Reader softwareseitig ähnlich wie ein Zylinder behandelt. Für Betreiber und Administratoren soll dies die Integration in bestehende CLIQ-Infrastrukturen vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren.

Kompatibel sind die neuen Komponenten sowohl mit dem CLIQ Web Manager und dem CLIQ Local Manager als auch mit der mobilen Lösung CLIQ Go für kleinere Unternehmen.

Außenbereiche rücken stärker in den Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung des Systems für Außenanwendungen. Der neue Outdoor Reader integriert die Funktionen der Innenraumlösung in ein wetterfestes Edelstahlgehäuse.

Mit Schutzklassen nach IP65 gegen Wasser und Staub sowie IK09 gegen Vandalismus adressiert ASSA ABLOY insbesondere Anwendungen an Außensperren, Toranlagen, Drehkreuzen oder Perimeterzugängen.

Die Entwicklung folgt einem klaren Markttrend: Sicherheitsarchitekturen werden zunehmend ganzheitlich betrachtet. Während früher primär Innenräume und Gebäudeeingänge abgesichert wurden, rücken heute auch Perimeter, Zufahrten und Außenbereiche stärker in den Fokus integrierter Sicherheitskonzepte.

Gerade in kritischen Infrastrukturen, Industrieanlagen, Logistikzentren oder Unternehmenscampus gewinnen solche mehrschichtigen Sicherheitsarchitekturen zunehmend an Bedeutung.

Sichere Berechtigungsupdates auch außerhalb des Gebäudes

Parallel dazu erweitert ASSA ABLOY mit dem neuen CLIQ Updater die Möglichkeiten für das sichere Aktualisieren digitaler Berechtigungen außerhalb von Gebäuden.

Das System ermöglicht die Aktualisierung von CLIQ-Schlüsseln ohne direkte Netzwerkanbindung am Installationsort. Stattdessen erfolgt die Verbindung über eine RS485-Schnittstelle zu einem bestehenden CLIQ Wall Programming Device der zweiten Generation – mit einer Distanz von bis zu 200 Metern.

Damit bleiben sicherheitsrelevante Komponenten und Netzwerkinfrastrukturen innerhalb geschützter Innenbereiche, während Aktualisierungsfunktionen auch im Außenraum bereitgestellt werden können.

Gerade bei Nachrüstprojekten oder dezentralen Zutrittsstrukturen reduziert dieser Ansatz den Installationsaufwand erheblich. Gleichzeitig minimiert er potenzielle Angriffsflächen auf sicherheitskritische Netzwerkkomponenten.

Zutrittskontrolle entwickelt sich zur Plattformtechnologie

Die neuen Geräte verdeutlichen zugleich einen übergeordneten Trend im Markt für Zutrittskontrolle: Systeme entwickeln sich zunehmend zu offenen Plattformarchitekturen mit Integrationsfähigkeit für Drittanwendungen und vernetzte Gebäudetechnik.

ASSA ABLOY positioniert die neuen CLIQ-Komponenten ausdrücklich auch für die Integration in externe Systeme wie Stehlen, Tableaus oder Türkommunikationsplattformen. Unterstützt wird unter anderem die Einbindung in die DoorBird-Lösungen des Konzerns.

Diese Entwicklung zeigt, wie stark Zutrittskontrolle heute mit weiteren Disziplinen wie Gebäudemanagement, Besuchermanagement, Intercom-Systemen oder Sicherheitsleitstellen zusammenwächst.

Zudem steigen die Anforderungen an flexible Berechtigungsverwaltung, mobile Nutzung und hybride Sicherheitsarchitekturen kontinuierlich – insbesondere in Unternehmen mit verteilten Standorten, temporären Zutrittsrechten oder wechselnden Nutzergruppen.

Mechanik und Digitalisierung wachsen zusammen

Bemerkenswert ist dabei, dass CLIQ weiterhin bewusst auf eine Kombination aus mechanischer Sicherheit und digitaler Intelligenz setzt. Anders als vollständig cloud- oder netzwerkbasierte Zutrittssysteme verbindet CLIQ mechanische Schließtechnik mit programmierbaren digitalen Berechtigungen direkt im Schlüssel.

Dieser hybride Ansatz gilt insbesondere in sicherheitskritischen Umgebungen als attraktiv, da er hohe Ausfallsicherheit mit flexibler Rechteverwaltung kombiniert.

Gleichzeitig adressiert ASSA ABLOY damit einen wichtigen Trend im Sicherheitsmarkt: Die Konvergenz mechanischer und digitaler Sicherheitswelten. Moderne Schließsysteme müssen heute nicht nur physisch robust, sondern zugleich softwarefähig, skalierbar und integrierbar sein.

Flexible Sicherheitsarchitekturen für neue Anforderungen

Mit den neuen CLIQ Readern und Updatern erweitert ASSA ABLOY die Einsatzmöglichkeiten digitaler Schlüsseltechnologien deutlich über klassische Türanwendungen hinaus.

Die Lösungen adressieren insbesondere Betreiber, die flexible und zugleich hochsichere Zutrittsarchitekturen für Innen- und Außenbereiche benötigen – etwa in Industrie, Logistik, Gesundheitswesen, öffentlichen Einrichtungen oder kritischen Infrastrukturen.

Gleichzeitig verdeutlicht die Einführung, wie sich Zutrittskontrolle zunehmend zu einem integralen Bestandteil datengetriebener Gebäude- und Sicherheitsplattformen entwickelt. Entscheidend wird dabei nicht mehr allein das Öffnen oder Schließen einer Tür, sondern die intelligente Verwaltung, Steuerung und Nachvollziehbarkeit von Zutrittsprozessen innerhalb komplexer Sicherheitsökosysteme.

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