Der dänische Identity-Governance-Anbieter Omada hat mit Omada Identity Sovereign eine neue Plattform angekündigt, die sich an Unternehmen und Behörden mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität und regulatorische Compliance richtet. Die Lösung soll Organisationen ermöglichen, ihre Identitäts- und Zugriffsverwaltung vollständig unter eigener Kontrolle zu betreiben – unabhängig davon, ob sie eigene Rechenzentren oder souveräne Cloud-Infrastrukturen nutzen.
Hintergrund sind verschärfte europäische Vorgaben wie DORA, NIS2 sowie weitere regulatorische Entwicklungen im Bereich Cloud- und KI-Governance. Gleichzeitig führt die extraterritoriale Wirkung des US-amerikanischen CLOUD Actdazu, dass viele europäische Organisationen ihre Cloud- und Identitätsstrategien neu bewerten. Nach Einschätzung von Omada reicht eine reine Datenlokalisierung nicht aus, wenn Betrieb, Administration oder rechtliche Kontrolle außerhalb Europas liegen.
Die neue Plattform ist vollständig containerisiert und bietet laut Hersteller den gleichen Funktionsumfang wie die bestehende Cloud-Lösung, einschließlich KI-gestützter Funktionen. Kundenseitig verwaltete Verschlüsselung soll sicherstellen, dass ausschließlich die betreibende Organisation die Kontrolle über ihre Identitätsdaten behält. Entwickelt wurde die Lösung vollständig in Europa; sie soll Unternehmen dabei unterstützen, höchste Anforderungen an digitale Souveränität zu erfüllen.
Mit der Einführung erweitert Omada sein Bereitstellungsmodell von Multi-Tenant-SaaS-Lösungen bis hin zu vollständig souveränen Betriebsumgebungen. Die Markteinführung von Omada Identity Sovereign ist für Anfang 2027 vorgesehen.


