Rollender Roboter hilft Feuerwehr im Einsatz

Februar 21, 2023

Erkundung an potenziell gefährlichen Stellen – Erkenntnisse werden in Datenbank gespeichert

Ein kleines Raupenfahrzeug von Forschern der Universidad Rey Juan Carlos de Madrid und der Universidad Autónoma de Madrid soll Feuerwehrleuten im Innenbereich künftig helfen, einen Brand effektiv zu bekämpfen. Das mit zahlreichen Sensoren bestückte Gefährt übernimmt im Ernstfall Aufgaben, die für Menschen gefährlich oder gar tödlich sein können, so das Team um Noelia Fernández Talavera.

Vermeidung von Unfällen

„Dieser Roboter ist Teil des Projekts ‚HelpResponder‘, das darauf abzielt, die Unfallraten und Einsatzzeiten von Interventionsteams zu reduzieren“, sagt Talavera. Der Roboter ist mit Kameras sowie Sensoren ausgestattet, die die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Schadstoffe in der Luft messen. Auch ein Navigationssystem ist an Bord. Bei Bedarf können weitere Systeme eingebaut werden, etwa Wärmekameras zur Suche nach Vermissten, heißt es.

Der Roboter legt seine Erkenntnisse in einer Datenbank ab, auf die Feuerwehrleute im Einsatz jederzeit mit ihren Smartphones zugreifen können. So lassen sich Strategien optimieren und Gefahren vermeiden, etwa brennende Dachbalken, die einzustürzen drohen. Der Bediener kann Bereiche, die für die Brandbekämpfung von besonderem Interesse sind, genauer untersuchen, etwa heranzoomen, um zu prüfen, ob eine Gasflasche vom Feuer erfasst zu werden droht.

Wertvolle Unterstützung

Der Roboter kann auch autonom auf Erkundungstour gehen oder besser fahren. Dazu wird er mit einem grob umrissenen Kurs gefüttert und erhält ein Ziel, das er ansteuert. Dabei weicht er dank seiner Radarsensoren Hindernissen aus. Telavera und ihre Kollegen haben ihren Roboter in Simulationen und Musterbränden getestet. Dabei hat der kleine Helfer verschiedene Aufgaben effektiv bewältigt und den Feuerwehrleuten wertvolle Unterstützung geboten.

Die realen Tests fanden im Unified Safety Center von Alcorcón in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr dieser Stadt statt. Ergebnis: Der Prototyp des neuen Roboters kann auch unter rauen Bedingungen arbeiten und heiße wie auch toxische Herde lokalisieren, sodass Feuerwehrleute auf Basis der gewonnenen Daten schnelle Entscheidungen treffen und eine Interventionsstrategie generieren können.

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