SBB-Fahrplan 2026: Mehr Angebot in der Schweiz – Einschnitte auf der Strecke Stuttgart–Zürich

Dezember 12, 2025

Der neue SBB-Fahrplan bringt spürbare Änderungen: Während Schweizer Fahrgäste von dichteren Takten und neuem Rollmaterial profitieren, wird die internationale Verbindung Stuttgart–Zürich ausgedünnt. Die Deutsche Bahn hatte ihre Stadler-Doppelstockzüge verkauft und durch langsamere, störungsanfällige Pendelzüge ersetzt, was zu massiven Verspätungen führte. Als Reaktion verkehrt ab Sonntag von Stuttgart nach Zürich nur noch alle zwei Stunden ein Direktzug, während die Verbindung in der Gegenrichtung stündlich bestehen bleibt.

In der Schweiz ergeben sich vor allem in der Nordwestschweiz Verbesserungen. Zwischen Basel und Biel kommen neue BLS-Mika-Züge zum Einsatz, und dank Ausbauarbeiten kann der Fernverkehr wieder im Halbstundentakt via Jurasüdfuss bis Lausanne geführt werden. Zwischen Basel und Liestal wird zudem ein S-Bahn-Viertelstundentakt eingeführt. Auch zwischen Zürich und Biel werden zusätzliche Stadler-Doppelstöcke eingesetzt, die mehr Kapazität und zusätzliche Veloplätze bieten.

Im Freizeitverkehr erweitern die SBB ihr Angebot mit mehr ICE-Direktverbindungen bis Brig und zusätzlichen Zügen nach Chur, wo künftig auch unter der Woche ein Halbstundentakt gilt. Saisonale Verlängerungen einzelner S-Bahn-Züge aus dem Zürcher Oberland schaffen weitere Direktverbindungen in die Bündner Berge. Richtung Ausland fahren TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Marseille nun von April bis Oktober, und weitere Züge nach Mailand und Chiasso sorgen für einen durchgehenden Stundentakt bis zur Grenze. Ergänzend stehen neue Spät- und Frühzüge etwa auf den Strecken Bern–Zürich–Winterthur und Freiburg–Lausanne–Genf zur Verfügung. Pendler profitieren zudem von einem zusätzlichen IC-Halt in Bern Wankdorf.

Grosse Bauprojekte schränken den internationalen Verkehr auch 2026 ein. Zwischen Buchs und Feldkirch wird die Strecke von Juni bis Oktober vollständig gesperrt, am Simplon kommt es von Ende Mai bis Ende Juli erneut zu Unterbrechungen, und auf der Route Zürich–München verlängern sich die Fahrzeiten wegen des schlechten Zustands einzelner DB-Abschnitte deutlich.

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