Windkraft wird zur kritischen Infrastruktur

August 27, 2026

Mit der wachsenden Bedeutung der Windenergie für Europas Stromversorgung steigen auch die Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Naturschutz. Betreiber müssen Windparks vor unbefugtem Zutritt und Sabotage schützen, technische Auffälligkeiten früh erkennen und zugleich Vogelkollisionen vermeiden.

Netzwerk-Kameras entwickeln sich dabei von klassischen Sicherheitsinstrumenten zu vernetzten Sensoren für den Anlagenbetrieb. Axis Communications kombiniert visuelle und thermische Kameras mit Radar, Zutrittskontrolle, Netzwerk-Audio sowie Videoanalyse und Edge-KI. So lassen sich Anlagen, Zufahrten und technische Bereiche aus der Ferne verifizieren, Temperaturentwicklungen erkennen und Bewegungen von Personen oder Fahrzeugen analysieren.

Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit ProTecBird. Das KI-basierte Antikollisionssystem AVES Wind nutzt robuste Axis-Kameras, darunter die AXIS Q6225-LE, zur Erkennung und Identifikation geschützter Vogelarten. Das System analysiert Flugrichtung, Geschwindigkeit, Flughöhe und Entfernung. Bei Kollisionsgefahr kann die betreffende Windenergieanlage gezielt heruntergeregelt werden. Nach Unternehmensangaben erkennt AVES Wind inzwischen bis zu 20 geschützte Vogelarten und erreicht bei Rotmilan und Seeadler Erkennungs- und Identifikationsraten von mehr als 95 Prozent.

Auch das Umfeld von Windparks lässt sich überwachen. Gemeinsam mit Fleximaus werden Panorama-Kameras in 80 bis 100 Metern Höhe eingesetzt. KI kann landwirtschaftliche Aktivitäten wie Mahd, Ernte oder Pflügen erkennen und definierte Betriebs- oder Schutzprozesse auslösen.

Damit entsteht eine integrierte Sensorinfrastruktur für Perimeterschutz, Vogelerkennung, thermische Überwachung und die automatisierte Reaktion auf Ereignisse. Je stärker Windparks zur kritischen Infrastruktur werden, desto wichtiger ist ihre kontinuierliche Beobachtbarkeit.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/9-2026.

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