Berlin nach Cyberangriff mit Millionenforderung konfrontiert

August 28, 2026

Nach dem Cyberangriff auf mehrere Berliner Senatsverwaltungen haben die mutmaßlichen Täter eine Lösegeldforderung gestellt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner lehnt Zahlungen jedoch ausdrücklich ab. Parallel prüfen Sicherheitsbehörden, in welchem Umfang sensible Daten tatsächlich abgeflossen sind.

Nach dem Angriff vom 14. August war unter anderem die IT der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie für Mobilität zeitweise vom Landesnetz getrennt worden. In der Folge kam es auch zu Einschränkungen bei Verwaltungsleistungen wie der Beantragung und Auszahlung von Wohngeld.

Nach Medienberichten reklamiert die Ransomware-Gruppe Rhysida den Angriff für sich. Auf einer Leak-Seite im Darknet fordert sie demnach 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro, und droht andernfalls mit der Veröffentlichung erbeuteter Daten. Die Gruppe behauptet, knapp sechs Terabyte an Informationen entwendet zu haben.

Zu den angeblich kompromittierten Beständen sollen Daten aus rund 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren, mehr als 46.500 Verträge sowie Unterlagen zu kritischen Infrastrukturen, Justizangelegenheiten, Notfallplänen, Passwörtern und Zugangsdaten gehören. Diese Angaben sind bislang nicht unabhängig bestätigt.

Wegner erklärte, Berlin werde sich nicht erpressen lassen. Sicherheitsbehörden von Land und Bund untersuchen weiterhin den Vorfall und den möglichen Datenabfluss. Nach Angaben von Innensenatorin Iris Spranger soll die Abgeordnetenhauswahl am 20. September durch den Angriff nicht beeinträchtigt sein.

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