Gesundheitsdaten machen medizinische Einrichtungen zu einem Ziel für Cyberkriminelle. Nach Angaben von Kutschera-Datentechnik werden medizinische Einrichtungen im Durchschnitt mit mehr als 2.300 Angriffsversuchen pro Woche konfrontiert. Der österreichische IT-Anbieter hat gemeinsam mit Securepoint die Firewall Black Dwarf G5 für Arztpraxen entwickelt und kombiniert sie mit der Praxissoftware ganyMED.
Die fortschreitende Digitalisierung medizinischer Einrichtungen erhöht die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Neben größeren Gesundheitseinrichtungen geraten dabei auch kleine und mittlere Arztpraxen in den Fokus von Cyberangriffen. Patientendaten sind besonders sensible Informationen, während Schwachstellen in WLAN-Netzen, Routern oder E-Mail-Systemen mögliche Angriffspunkte darstellen.
Kutschera-Datentechnik beziffert die durchschnittliche Zahl der Angriffsversuche auf medizinische Einrichtungen auf mittlerweile mehr als 2.300 pro Woche. Erfolgreiche Angriffe können den Praxisbetrieb beeinträchtigen oder vollständig unterbrechen. Hinzu kommen mögliche Lösegeldforderungen bei Ransomware-Angriffen sowie datenschutzrechtliche Konsequenzen, wenn personenbezogene Gesundheitsdaten betroffen sind.
Firewall für medizinische IT-Infrastrukturen
Vor diesem Hintergrund hat Kutschera-Datentechnik gemeinsam mit dem deutschen IT-Sicherheitsunternehmen Securepoint die Black Dwarf G5 entwickelt. Die Firewall richtet sich insbesondere an Arztpraxen und wird sowohl zum Kauf als auch zur Miete angeboten.
Kutschera-Datentechnik ist nach eigenen Angaben seit 35 Jahren auf medizinische IT in Österreich spezialisiert. Die Black Dwarf G5 wird mit ganyMED, einer in österreichischen Arztpraxen eingesetzten Praxissoftware, kombiniert.
Zum Sicherheitskonzept gehören nach Unternehmensangaben die lokale Speicherung von Daten, mehrfach abgesicherte und regelmäßig überprüfte Backups, verschlüsselte Verbindungen sowie automatische Sicherheitsupdates. Die Maßnahmen sollen weitgehend in den laufenden IT-Betrieb integriert werden, ohne zusätzliche Arbeitsschritte für das Praxispersonal erforderlich zu machen.
Für Supportfälle setzt das Unternehmen auf Ansprechpartner in Österreich.
Kleine und mittlere Praxen als Angriffsziele
Gerade kleinere medizinische Einrichtungen stehen bei der IT-Sicherheit vor einer besonderen Herausforderung. Sie verarbeiten sensible Gesundheitsdaten und sind auf die Verfügbarkeit ihrer digitalen Systeme angewiesen, verfügen jedoch häufig nicht über eigene IT-Security-Abteilungen.
„Viele Ordinationen sind digital bestens ausgestattet, aber schlechtestens abgesichert – das ist eine offene Einladung an Kriminelle“, warnt Julian Strausz, Geschäftsführer von Kutschera-Datentechnik. Bereits eine gefälschte E-Mail könne eine Praxis für mehrere Tage lahmlegen.
Damit rückt neben dem Schutz vor unbefugtem Zugriff auch die Wiederherstellbarkeit der Systeme in den Vordergrund. Backups, Aktualisierung der eingesetzten Systeme, verschlüsselte Kommunikation und die Absicherung der Netzwerkinfrastruktur bilden dabei unterschiedliche Ebenen eines Sicherheitskonzepts.
Für Arztpraxen betrifft Cybersecurity zudem nicht allein den Schutz von Patientendaten. Die Verfügbarkeit der IT-Systeme ist unmittelbar mit dem Praxisbetrieb verbunden. Ein erfolgreicher Angriff kann daher sowohl datenschutzrechtliche als auch wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.
Mit der Kombination aus Black Dwarf G5 und ganyMED adressiert Kutschera-Datentechnik diese Anforderungen speziell für österreichische Arztpraxen. Die Lösung verbindet Firewall, lokale Datenhaltung, Backup, Verschlüsselung und automatische Updates mit technischem Support.

