Cyberlage Bayern 2026: Behörden und KRITIS zunehmend im Visier

August 31, 2026

Die Cyberbedrohung in Bayern bleibt auf hohem Niveau und wird komplexer. Das zeigt der am 31. August vorgestellte Bericht zur Cybersicherheit 2026. Neben Unternehmen geraten zunehmend Behörden und Betreiber Kritischer Infrastrukturen ins Visier professionell agierender Angreifer. 2025 wurden mehr als 49.400 Cybercrime-Fälle bei der Bayerischen Polizei angezeigt; zugleich geht das Innenministerium von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

Besonders auffällig ist der wachsende Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Angriffen. KI senkt technische Einstiegshürden und ermöglicht auch weniger erfahrenen Akteuren automatisierte oder skalierbare Attacken. Parallel nehmen politisch motivierte DDoS-Angriffe, Desinformationskampagnen und hybride Aktivitäten zu. Klassische Angriffsformen wie Phishing, Quishing und Ransomware bleiben ebenfalls relevant. Das Bayerische Landeskriminalamt registrierte 2025 insgesamt 230 Ransomware-Fälle und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch staatliche IT-Systeme stehen unter Druck. Das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik registrierte 105 DDoS-Angriffe auf staatliche Webseiten und bearbeitete rund 6.000 sicherheitsrelevante Vorfälle. Im Cyber Defence Center werden täglich etwa 2,7 Milliarden Datensätze analysiert; gemeinsam mit dem IT-Dienstleistungszentrum wurden 2025 rund 838 Millionen verdächtige E-Mails bereits beim Eingang blockiert.

Bayern setzt bei der Abwehr auf die enge Verzahnung von Polizei, Justiz, Verfassungsschutz und LSI sowie auf KI-gestützte Analyseverfahren und spezialisierte Ermittlungsstrukturen. Für die Sicherheitsbranche unterstreicht der Bericht vor allem eines: Cyberabwehr wird zunehmend zu einer Frage integrierter Lagebilder, schneller Reaktion und dauerhaft aufgebauter Fachkompetenz

Ab dem 5.9.2026 können Sie hier außerdem einen Feature Artikel zum CYBERSICHERHEIT IN BAYERN 2026 – Bericht zur Cybersicherheit in Bayern!

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