dm integriert Wero in seinen deutschen Onlineshop

August 25, 2026

Der Drogeriemarkt gehört zu den ersten großen Handelsunternehmen in Deutschland, die die europäische Bezahllösung im E-Commerce anbieten. Zahlungen werden direkt über das Bankkonto abgewickelt – ohne Kreditkarte und auf Basis von SEPA-Echtzeitüberweisungen.

Kundinnen und Kunden können Einkäufe im deutschen Onlineshop von dm ab sofort auch mit Wero bezahlen. Mit der Integration erweitert der Drogeriemarkt sein Angebot um eine europäische Konto-zu-Konto-Zahlung und gehört nach eigenen Angaben zu den ersten großen deutschen Handelsunternehmen, die Wero im Onlinegeschäft einsetzen.
Wero ist eine digitale Bezahllösung der European Payments Initiative (EPI). Die technische Anbindung an den dm-Onlineshop erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister Nexi. Für Wero ist die Integration bei einem reichweitenstarken Händler ein weiterer Schritt auf dem Weg vom Zahlungsdienst für Privatpersonen zu einer breiter einsetzbaren europäischen Bezahlplattform.
„Mit Wero erweitern wir unser bestehendes Angebot um eine weitere moderne und europäische Bezahlmöglichkeit“, sagt Martin Dallmeier, dm-Geschäftsführer für Finanzen und Controlling. Die Zukunft des Bezahlens werde nicht von einer einzelnen Lösung bestimmt, sondern vom Zusammenspiel europäischer und internationaler Zahlungsinfrastrukturen, digitaler Wallets und KI-gestützter Einkaufserlebnisse. Mit der frühen Einführung wolle dm eine Entwicklung aufgreifen, die den digitalen Handel in Europa in den kommenden Jahren prägen könne.

Direkte Zahlung über das Bankkonto

Für die Nutzung wählen Kundinnen und Kunden Wero beim Checkout als Zahlart aus. Anschließend bestätigen sie die Transaktion in der App ihrer teilnehmenden Bank. Eine Kreditkarte ist nicht erforderlich. Der Betrag wird direkt vom angebundenen Bankkonto auf das Konto des Händlers übertragen.
Technische Grundlage sind SEPA-Echtzeitüberweisungen, sogenannte SEPA Instant Credit Transfers. Die Abwicklung erfolgt damit innerhalb der europäischen Bankeninfrastruktur und nach den Vorgaben des europäischen Datenschutzrechts. Da die Zahlung direkt zwischen den beteiligten Konten ausgeführt wird, können zusätzliche Zwischenstellen innerhalb der Zahlungskette entfallen.
Für Händler kommt es bei der Einführung neuer Zahlarten vor allem auf eine möglichst reibungslose Einbindung in bestehende Checkout- und Abrechnungssysteme an. Nexi übernimmt bei dm die technische Akzeptanz auf Händlerseite. Nach Angaben des Zahlungsdienstleisters ist dm bereits der vierte große Händler, den das Unternehmen an Wero anbindet.
„Für den Erfolg einer neuen Bezahlmethode ist entscheidend, dass sie bei relevanten Händlern verfügbar und für Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag einfach nutzbar wird“, erklärt Thomas Spreitzer, CEO von Nexi DACH. Die Einführung bei dm zeige, dass Wero im deutschen E-Commerce zunehmend in die praktische Nutzung übergehe.

Europäische Alternative im digitalen Zahlungsverkehr

Die European Payments Initiative verfolgt mit Wero das Ziel, eine einheitliche europäische Bezahllösung für Privatpersonen und Unternehmen aufzubauen. Getragen wird die Initiative von 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern; insgesamt sind inzwischen mehr als 50 Finanzinstitute beteiligt.
„Die Einführung von Wero bei dm ist ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau von Wero im deutschen E-Commerce“, sagt EPI-CEO Martina Weimert. Die Zusammenarbeit von Banken, Zahlungsdienstleistern und Händlern sei entscheidend, um ein wettbewerbsfähiges europäisches Zahlungsökosystem zu etablieren.
Wero ist seit 2024 für Zahlungen zwischen Privatpersonen in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar. Nach Angaben der EPI erreicht die Lösung derzeit rund 58 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Im deutschen Onlinehandel steht Wero seit Ende 2025 zur Verfügung. Die Einführung in Frankreich und Belgien soll im Laufe des Jahres 2026 schrittweise folgen.
Zusätzlich plant die EPI, bestehende nationale Zahlungssysteme in Wero zu überführen. Dazu gehören Payconiq in Luxemburg bis 2026 und iDEAL in den Niederlanden bis 2027. Auch Zahlungen im stationären Handel sollen 2026 hinzukommen. Weitere geplante Funktionen umfassen die Einbindung von Kundenbindungsprogrammen, wiederkehrende Zahlungen und die Verwaltung von Abonnements.
Weitere Informationen: www.dm.dewww.wero-wallet.eu und www.epicompany.eu

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