Siemens AG erhält erste VdS-Anerkennung für sichere Ferndienste nach DIN EN 50710

Juli 23, 2026

Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS (Mitte), übergab das Anerkennungszertifikat an Tobias Hatting (Service Delivery Manager), Stefan Crass (Portfolio Manager Safety Services), Tina Rohmann (Quality Manager) sowie Bettina Popp (Leitung Risk & Quality Management) von Siemens (v. l. n. r.). (Foto: Siemens)

Im Rahmen des turnusmäßigen Anerkennungsverfahrens hat sich der Technologiekonzern erfolgreich einer erweiterten Prüfung seines Fernservices für Brandmeldeanlagen unterzogen. Mit dem zusätzlichen Nachweis kann Siemens künftig dokumentieren, Fernzugriffe auf installierte Brandmeldeanlagen sicher und normkonform durchzuführen.

Als erster Errichter erhält die Siemens AG die VdS-Anerkennung mit dem Zusatz „Geprüfter Fernservice nach DIN EN 50710“. VdS bestätigt damit, dass das Fernwartungsangebot für Brandmeldeanlagen die Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm DIN EN 50710 erfüllt. Die Norm definiert Anforderungen an die sichere Bereitstellung von Ferndiensten für Gefahrenmeldeanlagen.

Fernservice: Zertifizierung erstmals Bestandteil der VdS-Anerkennung

Die Prüfungen zur Umsetzung der Normanforderungen wurden im Rahmen der VdS-Errichteranerkennung für Gefahrenmeldeanlagen an den Siemens-Niederlassungen in Essen und Frankfurt durchgeführt. Dabei überprüften die Sachverständigen sämtliche relevanten Prozesse der Instandhaltung. Darüber hinaus wurde der Fernzugriff nach DIN EN 50710 gesondert bewertet.

Im Unterschied zum bisherigen Verfahren wird der Nachweis nicht über ein separates Dokument erbracht, sondern künftig als Zusatzvermerk auf dem VdS-Anerkennungszertifikat ausgewiesen.

„Durch die Integration der Zertifizierung sicherer Ferndienste in die VdS-Errichteranerkennung schaffen wir einen echten Mehrwert für Errichter und Betreiber. Der hier erbrachte Nachweis dokumentiert die sichere und normkonforme Fernwartung bundesweit – das schafft Vertrauen, reduziert den Aufwand auf beiden Seiten und unterstützt den sicheren Einsatz innovativer Services“, betont Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS.

„Bei dieser noch vergleichsweise jungen Norm war es uns wichtig, es nicht bei einer Eigenerklärung zur Normenkonformität unserer Prozesse zu belassen, sondern unsere Interpretationen und deren Umsetzung zusätzlich durch einen unabhängigen Sachverständigen validieren zu lassen. Mit VdS hatten wir dabei einen kompetenten und vertrauenswürdigen Partner an unserer Seite“, ergänzt Stefan Crass, Portfoliomanager Safety Services der Siemens AG.

VdS erweitert das Angebot rund um sichere Fernzugriffe

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Anerkennungsverfahren baut VdS sein Angebot im Bereich sicherer Fernwartung weiter aus. Die Organisation engagierte sich bereits bei der Erarbeitung der DIN EN 50710 und hat ergänzend die Richtlinie VdS 6041 veröffentlicht. Sie definiert Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen für technische Fernzugangsplattformen, die beispielsweise bei Fernzugriffen auf Gefahrenmelde- oder Löschanlagen eingesetzt werden.

Darüber hinaus bietet VdS Zertifizierungen für Selbsttesteinrichtungen nach VdS 6038 an. Diese unterstützen Betreiber dabei, drohende Störungen frühzeitig zu erkennen und arbeiten ebenfalls über entsprechende Fernzugangsinfrastrukturen.

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