VdS erkennt KRUSE-Schlüsseldepot mit Einmalcode an

September 1, 2026

KRUSE Sicherheitssysteme hat für sein Einsatzschlüsseldepot mit digitalem Einmalcode die VdS-Anerkennung erhalten. Das System soll Einsatzkräften einen schnelleren Objektzugang ermöglichen, ohne dass dafür ein separater mechanischer Depotschlüssel mitgeführt werden muss. Neben der physischen Sicherheit standen im Prüfverfahren insbesondere die elektronische Codeverwaltung und die Cyber-Security der zugehörigen Web-Anwendung im Fokus.

Bei Einsatzschlüsseldepots ist der schnelle und zugleich kontrollierte Zugang zu gesicherten Objekten ein zentraler Punkt. KRUSE Sicherheitssysteme ersetzt dafür den bislang zusätzlich benötigten mechanischen Öffnungsschlüssel durch einen temporär gültigen Code. Dieser wird von einer Leitstelle generiert und über Funk oder eine App an die Einsatzkräfte übermittelt. Der Code berechtigt ausschließlich zu einer einzelnen Öffnung. Wird er nicht verwendet, geht verloren oder wird falsch eingegeben, kann die Leitstelle einen neuen Code erzeugen; der vorherige verliert seine Gültigkeit. Dadurch entfällt das Risiko, dass ein physischer Öffnungsschlüssel verloren geht oder kopiert wird. Zugleich werden Öffnungsvorgänge dokumentiert. Depot und hinterlegte Schlüssel lassen sich elektronisch überwachen, sodass der Betreiber nachvollziehen kann, wann ein Zugriff erfolgt ist.

Anbindung an Leitstellensoftware vorgesehen

Für Leitstellen und Betreiber liegt ein wesentlicher Vorteil in der digitalen Einbindung des Verfahrens. Einmalcodes können über eine gesicherte Schnittstelle auch aus kundenseitigen Anwendungen wie einer Leitstellensoftware angefordert werden. Damit lässt sich der Prozess in bestehende Einsatzabläufe integrieren und auch auf größere Strukturen übertragen. „Unsere Anerkennung bestätigt, dass diese innovative Lösung auf dem neuesten Stand der Technik die hohen Anforderungen von VdS in Hinblick auf alle maßgeblichen Sicherheitsaspekte zuverlässig erfüllt“, erklärt Günter Grundmann, stellvertretender Bereichsleiter Security & Geo bei VdS Schadenverhütung. Geprüft worden seien neben technischer Zuverlässigkeit und Sabotagesicherheit auch die Qualität der Prozesse und der digitalen Codeverwaltung. Philipp Kruse, Geschäftsführer von KRUSE Sicherheitssysteme, sieht insbesondere für Leitstellen Vorteile durch zusätzliche Transparenz und Flexibilität sowie durch die Möglichkeit, Einmalcodes direkt über eine digitale Schnittstelle aus bestehenden Anwendungen anzufordern.

Physische Sicherheit und Cyber-Security gemeinsam geprüft

Die Anerkennung trägt die Nummer G126007 und erfolgte auf Grundlage der aktuellen VdS-Prüfgrundlagen für Schlüsseldepots.

In den VdS-Security-Laboren wurde die für den Betrieb notwendige Elektronik hinsichtlich Zuverlässigkeit, Bedien- und Sabotagesicherheit untersucht. Zusätzlich bewerteten die Prüfer die Web-Anwendung zur Verwaltung und Erzeugung der Einmalcodes unter Cyber-Security-Gesichtspunkten. Untersucht wurden unter anderem Verfügbarkeit und Konsistenz der Anwendung, die eingesetzten Autorisierungsverfahren sowie die Verschlüsselung der Datenübertragung. Ein sicherheitstechnisch wichtiger Punkt ist die Architektur des Systems: Die Erzeugung und Prüfung der Einmalcodes erfolgt im Schlüsseldepot und in der Web-Anwendung unabhängig voneinander. Für die Nutzung eines bereits erzeugten Codes ist deshalb keine permanente Verbindung zur Web-Anwendung oder zum Internet erforderlich. Damit verbindet das System physischen Objektschutz mit digitalem Berechtigungsmanagement. Gerade bei Einsatzschlüsseldepots verschiebt sich der Sicherheitsmaßstab damit zunehmend vom Schutz eines mechanischen Schlüssels hin zur Absicherung des gesamten Prozesses – von der Codeerzeugung über die Übertragung bis zur protokollierten Öffnung.

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