Brivo stellt KI-freundliche API für Sicherheitsanwendungen vor

Juni 1, 2026

Der Anbieter cloudbasierter Zutrittskontroll- und Sicherheitslösungen Brivo hat eine neue, speziell für KI-Anwendungen optimierte Schnittstelle vorgestellt. Die Brivo Security Platform API soll Entwicklern und Systemintegratoren ermöglichen, Sicherheits- und Geschäftsprozesse deutlich schneller und kostengünstiger zu integrieren als bisher.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die API gezielt für den Einsatz mit modernen KI-Agenten und großen Sprachmodellen entwickelt. Ergänzt wird sie durch maschinenlesbare Dokumentationen, Managementwerkzeuge und Ressourcen, die eine automatisierte Entwicklung von Anwendungen unterstützen. Dadurch sollen Integrationen, die bislang als zu komplex oder kostenintensiv galten, innerhalb von Stunden statt Monaten umgesetzt werden können.
Brivo sieht insbesondere im Bereich der sogenannten Agentic AI erhebliches Potenzial für die Sicherheitsbranche. Die API ermöglicht die Anbindung von Zutrittskontrolle, Videomanagement, Alarmtechnik und Drittanwendungen über eine gemeinsame Plattform. Unterstützt werden dabei führende KI-Modelle wie Gemini, Claude und GPT sowie KI-gestützte Entwicklungsumgebungen wie Codex oder Cursor.

Zu den Vorteilen der neuen API zählen laut Brivo eine beschleunigte Entwicklung von Integrationen, die Erstellung individueller Anwendungen per natürlicher Spracheingabe sowie die Zusammenführung von Zutritts- und Videodaten in einer einzigen Anwendung. Für Sicherheitsintegratoren eröffnet dies die Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen schneller bereitzustellen und sich unabhängiger von den Entwicklungs-Roadmaps einzelner Hersteller zu machen.

Erste Praxisbeispiele zeigen die Bandbreite möglicher Anwendungen. So wurden unter anderem automatisierte Zutrittssysteme für Coworking-Spaces entwickelt, Mitgliederdatenbanken von Fitnessstudios mit Zutrittskontrollen verknüpft und digitale Schlüssel für Immobilienbesichtigungen automatisiert bereitgestellt. Weitere Anwendungen umfassen kennzeichengesteuerte Zufahrtssysteme für Logistikstandorte, Parkraummanagement für Bürogebäude sowie sichere Videozugriffe für Eltern in Kindertagesstätten.
„Die Fähigkeit, Integrationen zu entwickeln, wird zunehmend nur noch durch die Vorstellungskraft begrenzt“, erklärte Collin Trimble, CEO des Sicherheitsintegrators Alarm Masters. Mithilfe der Brivo-API und einer KI-Entwicklungsplattform sei es gelungen, eine Zutrittskontrolllösung mit einem Fremdsystem für Einbruchmeldetechnik zu verbinden, ohne klassische Entwicklungsprojekte durchführen zu müssen.
Mit der neuen API verfolgt Brivo das Ziel, die Integration physischer Sicherheitssysteme stärker zu automatisieren und den Einsatz von KI-Technologien in der Sicherheitsbranche weiter zu beschleunigen.

Related Articles

Sicherheitsketten sind nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Der jüngste Cyberangriff auf einen externen Dienstleister im Raum München ist weit mehr als ein weiterer Fall von Datendiebstahl. Er verdeutlicht ein strukturelles Problem, das viele Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen noch immer...

Kirchner: Brandübungscontainer stärkt Ausbildung der Feuerwehren

Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner bei der Auftaktveranstaltung zur 'Realbrandausbildung 4.0' der Freiwilligen Feuerwehren in Bayern: Brandübungscontainer stärkt Ausbildung der Feuerwehren - Bestens auf schwierige Einsätze vorbereitet "Mit der Eröffnung des...

Europol unterstützt Schlag gegen Schleusernetzwerk auf der Balkanroute

Fünf Festnahmen in Serbien – darunter mutmaßlicher Hauptverdächtiger und zwei Polizeibeamte Ein von Europol koordiniertes Ermittlungsverfahren hat zur Zerschlagung eines mutmaßlichen Schleusernetzwerks geführt, das Migranten über die sogenannte Balkanroute nach...

Share This